Katzenjammer #4: Schmerzen, verschollene Brüder und nasse Bücher

08 Oktober 2013 |
Ich muss mal wieder ein wenig rum jammern. Ist ja schon ne Weile her, und es hat sich so einiges angestaut. *lach*


1. Schmerzen


Zu allererst fange ich damit an, dass ich ja eine Wurzelkanal Behandlung hatte. Es war danach auch alles wieder super. Keine Schmerzen, rein gar nichts. Habe einen Termin bekommen, damit der Kanal wieder geschlossen wird und so habe ich das alles eben hingenommen.
Es fing an am Dienstag. Da zwickte es schon am Zahn mit der Kanal Behandlung. Ich habe mir jedoch nichts weiter dabei gedacht. Dies wurde allerdings am Mittwoch richtig, richtig schlimm. Und zwar so, das die Schmerzen bis ins Auge gegangen sind. Ich hatte so einen Druck auf dem Auge, das ich schon Angst hatte, es fällt mir gleich raus. Hinzu kam auch noch Druck auf dem rechten Ohr und eine laufende Nase, allerdings natürlich nur die rechte Seite, da, wo der schlimme Zahn sitzt. Auf der Arbeit wäre ich fast wahnsinnig geworden und habe es ohne Schmerztablette überhaupt nicht mehr ausgehalten. Zum Glück kam die Arzthelferin meines Zahnarztes einkaufen und ich konnte sie fragen, was ich machen kann und auch gleich mal sicher gehen, dass es wirklich vom Zahn kommt. Nicht, das irgendwas mit meinen Augen im Argen ist. Sie meinte jedenfalls, es kommt sicherlich vom Zahn und ich soll einfach mal reinkommen. Wäre schließlich ein Notfall. Okay. Habe das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Blöd nur, das ja Donnerstag Feiertag war und ich am Freitag arbeiten musste. Also hieß es: Aushalten bis Montag. Habe ich mit Schmerztabletten auch hinbekommen.
Als wenn dieser blöde Zahn nicht schon schlimm genug wäre, habe ich mir auf der Arbeit auch noch eine richtig böse Verspannung am Nacken zugezogen. Das war am Mittwoch. Ich habe manchmal das Gefühl gehabt, als würde mir jemand mit einem Messer vom Nacken bis ins Hirn schneiden. Nicht schön! Gar nicht schön! Also habe ich stärkere Medikamente genommen, damit ich über den Arbeitstag komme.
Am Tag der deutschen Einheit hatte es mich schließlich völlig erwischt. Ich war völlig im Eimer, mit war schwindelig, wegen den unerträglichen Kopfschmerzen, dazu der Augendruck und der pochende Zahn. Herzlichen Glückwunsch! Ich habe den ganzen Tag nur im Bett verbracht und geschlafen, weil ich absolut nichts machen konnte. Natürlich habe ich so auch nicht mitbekommen, das ich zig Mal angerufen wurde. Mein Freund hat sich total Sorgen gemacht, weil ich nicht erreichbar war. Irgendwann abends gegen acht bin ich schließlich doch von meinem Handy wach geworden. Bär stink sauer, weil ich mich nicht gemeldet habe. Kann ich verstehen. Ich hätte mir auch Sorgen gemacht, aber wie schon gesagt: Ich habe fast nur im Koma gelegen und aus dem Grund nichts mitbekommen. So ein fast platzender Schädel ist wirklich alles andere als angenehm, oder witzig. Nachdem ich nun wach war, habe ich gleich mal mein Handy gecheckt. Zig Anrufe auch von meinem Bruder, und meiner Schwägerschwester. Als ich whatsapp angeschmissen habe, habe ich plötzlich auch unendlich viele Nachrichten bekommen, die aber schon vor Stunden abgeschickt wurden. Mel hat auch nachgefragt, ob alles okay ist.
Da hatte ich natürlich erstmal mit meinem Gewissen zu kämpfen und es ging mir noch schlechter als sowieso schon. Aber in dem Moment habe ich auch erlebt und gesehen, wie wichtig ich für die Vier bin und darüber bin ich so dankbar, wie für nichts anderes in meinem Leben.


2. Verschollener Bruder


Genau einen Tag nach meinem Schmerzmarathon ging es mir wieder besser. Ich habe den Freitag nur eine halbe Tablette nehmen müssen und nachdem ich mir meinen Hals mit einem Schal fest umwickelt hatte, wurde es mit den Kopfschmerzen auch besser. Die Arbeit habe ich schnell hinter mich gebracht, obwohl ich die Hammer-Schicht von morgens um sieben, bis abends um sechs hatte. Nachdem ich frisch geduscht war und was gegessen hatte, hatte ich gerad Tolino angeschmissen, als das Telefon klingelte. Meine Schwägerschwester wollte wissen, ob ich was von Torsten gehört hätte. Ich hab ihr gesagt, wir haben während der Arbeit kurz geschrieben, aber ansonsten nicht. Sie fing dann an, er hätte sich nicht gemeldet und wäre jetzt um acht immer noch nicht zu Hause. Wenn sie ihn anruft, geht nur die Mailbox dran, sie würde sich Sorgen machen.
Ganz wie mein Bruder selbst, habe ich erstmal versucht sie zu beruhigen und selbst bei Torsten angerufen. Aber auch bei mir klingelte es nur ohne Reaktion. Da es absolut nicht seine Art ist, sich nicht zu melden, wenn er länger arbeiten muss, ging mir nun mein Popöchen auch auf Grundeis. Ich also hin und her telefoniert, aber er war schlicht verschollen. Keine Reaktion auf Anrufe, keine Meldung nach Nachrichten. Kurzerhand habe ich versucht seinen Chef zu erreichen, habe aber seine Nummer nicht gefunden. Was tun? Ich hab mich wieder umgezogen, meinen Autoschlüssel geschnappt und bin auf zu Maren. Ich wollte sie nicht allein lassen, und war ehrlich gesagt selbst hilflos. Ich glaube, wenn sich mein Bruderherz nicht just in dem Moment bei ihr gemeldet hätte, als ich schon unterwegs war: Ich wäre bis zu dem Ort gefahren, wo er gerade am Arbeiten ist. Klar hätte das vielleicht nichts gebracht, aber ich musste in dieser Situation einfach irgendwas machen.
Das Ende vom Lied war, das Torsten einfach sein Handy aus Versehen auf lautlos hatte und schlicht die ganzen Anrufe und Nachrichten nicht gehört hat. Er hatte es außerdem versäumt sich bei Schwägerschwester zu melden. Nachdem er von uns beiden Mädels was zu hören bekommen hat, war es dann aber auch gut. Ich habe mir wirklich schreckliche Sorgen gemacht, war aber total froh, das er wieder heil zu Hause angekommen ist und nur seine Schusseligkeit Schuld an dem Theater war.


3. Nasse Bücher


Vor gut zwei Wochen habe ich bei Blogg dein Buch den neuesten Titel von der Soul Screeamers Reihe gewonnen und bin fast ausgeflippt vor Freude. Nachdem das Buch eine Woche später noch nicht angekommen war, fing ich schon an mir Sorgen zu machen.
Als es Ende letzter Woche immer noch nicht da war, habe ich schon eine Email zu BloggdeinBuch geschrieben, weil ich dachte, es ist vielleicht was schief gegangen.
Gestern, ich will gerade los, weil Cloud seine Winterschuhe angezogen bekommen hat, da klingelte es und die Post meldete sich. Sie gab mir ein Päckchen und sagte: "Das ist heute so angekommen."


Ja genau, ihr seht richtig: Das Päckchen ist "ein Bisschen" nass geworden. Ich habe aber trotzdem gehofft und gebetet, dass der Inhalt in Ordnung ist. Was interessiert mich schließlich die Verpackung, wenn das Buch im normalen Zustand ist?! Aber meine Hoffnungen wurden im Keim erstickt, als ich es aus der aufgeweichten Verpackung raus geschält hatte.

Man sieht es leider nicht allzu gut auf dem Bild. Die Seiten sind wellig, oben, wie auch unten. Die Nässe ist also bis zum Buch vorgedrungen, aber zum Glück sind wenigstens keine Seiten verklebt. Ich könnte wirklich ausrasten! Ich hasse es, wenn meine Bücher so ausschauen (was sie niemals würden, da achte ich schon drauf!)
Aber alles Gejammer und Gemecker nutzt nichts. Ich bin schon froh, dass es überhaupt noch bei mir angekommen ist. Damit hatte ich nämlich schon gar nicht mehr gerechnet. Wie dem auch sei. Ich kann es leider nicht ändern und muss jetzt ein welliges Buch in mein Regal stellen. *heul*


Gibt es irgendwelche Tipps, wie ich die Wellen da wieder raus bekommen kann?





5 Zitate

  1. Oh Gott, da ist ja einiges im argen bei dir :/ Das mit dem Nacken kenn ich zuuuu gut, hatte mal in der 4. Klasse einen Unfall bei dem ich fast im Rollstuhl gelandet wäre und habe seitdem Rücken- und Nackenprobleme :( Das mit deinem Buch tut mir soooo leid, ich könnte bei dem Anblick grad mitheulen :/ Hoffen wir mal das es mit deinem Zahn wieder gut wird, leider habe ich keinen Tipp für das schrecklich zugerichtete Buch :/

    Ganz liebe Grüße
    Nadine <3

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    1. Danke sehr!
      Es geht zum Glück jetzt wieder. Bin die ganzen letzten Tage mit einem Körnerkissen um den Nacken rumgelaufen und jetzt scheint das Schlimmste wohl überstanden zu sein. ☺ Kopfschmerzen sind weg. *Jubel* Und es fühlt sich zum Glück nur noch nach einem Muskelkater an. Die Verspannung scheint sich also zu lösen und es ist zum Glück doch nichts Ernsteres. *noch mal jubel*

      Zu dem Buch: Ich werde es mal zwischen ein paar HC packen. Vll hilft das ja. *seufz* Ich kann es jedenfalls nur hoffen. Es ist mit Abstand das beste Buch aus der Reihe. Hab es gerad fertig gelesen und bin in Tränen aufgelöst...

      GlG zurück
      Kitty

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  2. Hey!
    Oh man, dass mit deinen Schmerzen tut mir echt sehr und das mit deinem Buch natürlich auch oo' am besten einfach unter richtig dicke schwere Bücher packen .. ansonsten habe ich auch keine Ahnung!
    Sowas ist mir auch noch nie passiert..

    Liebst, Lotta

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  3. Zahnschmerzen sind das Ätzendste überhaupt. :-( Kann verstehen, dass du da im Koma lagst, du Arme.

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    1. Danke! Aber zum Glück habe ich es jetzt wohl überstanden. Sonntag Abend war nichts mehr. Ist ja klar, schließlich wollte ich Montag zum Arzt. So ist es immer. Ich hab Schmerzen, kann aber aus verschiedenen Gründen nicht zum Arzt und wenn ich schließlich hingehen könnte, ist nichts mehr. Ist ja eigentlich gut, aber die Tage dazwischen mit Schmerzen zu verbringen ist die Hölle. ;)

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