Rezension: Cecelia Ahern - Die Liebe deines Lebens

16 Oktober 2013 |






Titel: Die Liebe deines Lebens
Autor: Cecelia Ahern
Verlag: Krüger
Seiten: 384
Leseprobe: Hier
Preis: 16,99€
Kaufen: Hier 










Klappentext


Christine & Adam. Eine Liebesgeschichte, die das Leben verändert.
Adam will einfach nur, dass alles aufhört. Er ist über das Geländer der Brücke geklettert und schaut hinunter in das kalte, schwarze Wasser. Christine will einfach nur helfen. Mit einem Deal kann sie Adam vom Springen abhalten: Bis zu seinem nächsten Geburtstag wird sie ihn überzeugen, dass das Leben lebenswert ist! Schnell wird klar, dass sie ihn nur retten kann, wenn sie ihn wieder mit seiner großen Liebe zusammenbringt. Doch dann merkt Christine, wie sie sich selbst Hals über Kopf in Adam verliebt 
"Wie Cecelia Ahern erzählt, ist einfach unvergleichlich." Irish Independent



Der erste Satz



"Man sagt, der Blitz schlägt nie zweimal ein."



Meine Meinung


Zu aller erst möchte ich auf die Protagonistin zusprechen kommen:
Christine ist sehr speziell. Ich glaube, wenn ich sie als Freundin hätte, würde ich wahnsinnig werden!
Gleich zu Anfang der Geschichte erzählt Cecelia Ahern, wie unglücklich ihre Protagonistin in ihrer Ehe ist. Durch einen ziemlich schlimmen Vorfall entschließt sie sich dazu, ihre Ehe zu beenden, was ihr verletzter und wütender Ehemann nicht einfach auf sich sitzen lassen kann und einen Rachefeldzug startet.


"Wenn man andere Leute darum beneidet, dass ihre Ehe in die Brüche geht, weiß man, dass man selbst Eheprobleme hat.
Seite 8 (Tolino Shine)"


Da mich Christine natürlich das ganze Buch über begleitet hat und der Roman aus ihrer Sicht erzählt wird, sollte man meinen, sich gut mit ihr identifizieren zu können, doch das war für mich bis auf das letzte Drittel des Buches absolut nicht möglich. Wie Christine ihr Leben lebt, ist meiner Meinung nach ein bisschen an den Haaren herbei gezogen. Sie kauft alle möglichen Ratgeber und lebt tatsächlich danach. Was sie liest, möchte sie umsetzen und so geschieht es, dass sie mit Hilfe eines solchen Ratgebers versucht Adam zu retten.
Immer, wenn sie Adam dazu aufforderte einen Therapeuten zu Rate zu ziehen, habe ich mir gedacht, dass sie dort auch gut aufgehoben wäre. Denn mal ehrlich: Ihr ganzes Verhalten, alles, was sie erlebt, bzw. gesehen hat, lässt gar nichts anderes zu, als sich selbst Hilfe zu suchen. Ihr Helfersyndrom hat mich  absolut genervt, obwohl es an meinen Stellen auch wieder selbstlos und nett rüber kam. Wie oft habe ich mich dabei ertappt, wie ich innerlich geschrien habe: Hilf dir doch auch mal selber!
Eigentlich hätte ich aufgrund, das ich die Protagonistin wirklich ätzend war, das Buch bestimmt zur Seite gelegt, wäre da nicht Adam gewesen. Adam hat mir die Geschichte versüßt, obwohl es sich um ein ernstes Thema handelt. Er trifft auf Christine, als er auf einer Brücke steht und sein Leben ein Ende bereiten möchte. Merkwürdiger Weise konnte ich mich bis zum letzten Drittel mehr mit ihm, als mit Christine identifizieren, (Nein, ich bin nicht Suizid gefährdet) was mich schon gewundert hat.Adam hat vieles durchgemacht und noch einiges vor sich, womit er nicht einverstanden ist und um dem aus den Weg zu gehen, hat er sich für den Freitod entschieden. Christine kann im ersten Moment noch das scheinbar unvermeidliche abwenden, doch Adam setzt ihr und sich selbst eine Frist: Sollte er bis zu seinem Geburtstag in zwei Wochen sein Leben immer noch nicht lebenswert finden, wird er definitiv springen. Christine tut nun alles, um genau dies zu verhindern.

Schnell wird klar, wie depressiv Adam ist. Cecelia Ahern hat diese Figur wirklich sehr realitätsnah erschaffen. Die Wutausbrüche, Heulattacken und allgemeinen Stimmungsschwankungen sind genau so beschrieben, wie ich sie selbst bei einer Freundin mal erlebt habe. In so einer Situation sind einem die Hände gebunden. Man kann nichts machen, was der Person irgendwie helfen könnte. Man fühlt sich selbst verlassen und so verdammt nutzlos. Genau so wird es auch in der Geschichte einfach perfekt umgesetzt. Christine will helfen, Adam lässt sie aber manchmal nicht, sondern schreit sie sogar an und läuft weg. Ab diesem Moment habe ich endlich mal etwas gespürt. An dieser Stelle fing ich an mit Christine zu sympathisieren. Ich habe mit ihr gefühlt und bin von Adam zu ihr gesprungen. Plötzlich war ich selbst nicht mehr Adam, sondern Christine, die mir so unendlich leid getan hat.
Und ab diesem Moment war ich gefangen in der Geschichte. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen und habe sogar ein paar Tränen vergossen. War mir der Anfang der Geschichte nicht emotional geladen für ein Buch von Cecelia Ahern, hat das letzte Drittel der Geschichte absolut alles wieder raus gerissen. Ich habe selbst das Gefühl gehabt, als wäre ich in Adam verliebt und hey: Wenn das eine Autorin schafft, dann Hut ab!
Das Ende ist natürlich sehr vorhersehbar, was aber in keinster Weise schlimm ist. Im Gegenteil! Ich habe es genossen und meinen Reader völlig zufrieden mit dem Abschluss des Romans aus gemacht.



"Und das Leben ist nun einmal nichts weiter als eine Abfolge von Momenten, und Momente ändern sich ständig, genau wie unsere Gedanken, negative, wie positive. Und obgleich es in der menschlichen Natur liegt, sie festhalten zu wollen, ist es - wie viele andere natürliche Dinge auch - vollkommen sinnlos. Es ist sinnlos, sich an einen Gedanken zu klammern, denn Gedanken sind wie Gäste oder Schönwetterfreunde. Sie kommen und gehen.
Seite 285 (Tolino Shine)"


Fazit


Die Protagonistin hat mir am Anfang wirklich gar nicht gefallen. Dazu finde ich die Nebencharaktere ein bisschen zu farblos dargestellt. Die Geschichte um Christines beste Freundin fand ich irgendwie nicht passend. Ich denke, man hätte dies auch getrost raus lassen können, ohne dem Roman zu schaden.
Die Liebesgeschichte mit Adam und Christine finde ich allerdings echt gut. Sie ist romantisch und so herrlich zum Aufseufzen. Selbst die Tatsache, dass es wirklich sehr vorhersehbar ist, hat mich absolut nicht gestört.
Hinzu kommt die Gabe Cecelia Aherns einfach einen wundervollen Schreibstil zu besitzen. Sie schreibt wunderbar bildlich und so voller Gefühl, das es mir immer wieder einen heiden Spaß macht, ihre Romane zu lesen.






4 Zitate

  1. Tolle Rezi ich bin gerade mitten im Buch :D

    Auch dein Blog gefällt mir sehr gut, werde dir mal folgen und würde mich über einen Gegenbesuch freuen. :D

    Jessi
    http://jessireneleseratten.blogspot.de/

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  2. Tolle Rezension! Und ich freue mich schon auf das Buch.
    Ich liebe Cecelia Ahern und habe bisher alle ihre Bücher gelesen :)

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  3. Ich mag ihre Geschichten immer sehr gern! Dieses Buch fehlt mir noch in der Sammlung! Schöne Kritik!

    Einen schönen Kommentiertag noch! Wir wünschen dir viele Kommentare heute! Gruß aus Brandenburg
    Jana und Aimee von JaimeesWelt.blogspot.de

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    1. Mir geht es genau so. Auch wenn ich "Hundert Namen" eher schwach im Vergleich zu ihren anderen Werken fand.
      Dankeschön :)
      Nochmal danke und das wünsche ich euch auch. :)
      GlG
      Kitty ♥

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