Rezension: John Green u.a. - Tage wie diese

06 Oktober 2013 |





Titel: Tage wie diese
Autor: John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle
Verlag: Arena
Seiten: 400
Preis: 9,99€
Kaufen: Hier :)










Klappentext


Jubilee hat den perfekten Freund. Sie ahnt nicht, dass sie ihn in dieser Nacht verlieren wird - weil sie sich Hals über Kopf in einen Fremden verliebt. Manchmal vergisst Tobin völlig, dass der Herzog eigentlich ein Mädchen ist. Bis zu jenem magischen Moment im Schnee. Addie würde alles dafür geben, wenn Jeff ihr verzeihen könnte. Dabei ist er ihr längst viel näher als sie denkt ...



Der erste Satz



"Es war Heiligabend."



Meine Meinung


Dieses Buch ist in drei Kurzgeschichten unterteilt.
1. Der Jubilee-Express ---------->Jubilee
2. Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder ----------> Tobin
3. Der Schutzheilige der Schweine ----------> Addie
Jedem der drei Hauptprotagonisten ist eine der Geschichten gewidmet, in der ausführlich auf sie eingegangen wird. (Name nach dem Pfeil). Die anderen Charaktere tauchen in jeder einzelnen an einer Stelle auf, was dazu führt, dass die Kurzgeschichten sich am Ende eigentlich zu einer einzigen zusammen fügen. Die Idee und die Umsetzung haben mich sehr überzeugt und begeistert. Eigentlich bin ich kein Fan solcher Bücher und ich sage ehrlich: Wenn ich mich besser informiert und gewusst hätte, es ist kein "normales" Buch, hätte ich es mir wohl nicht gekauft. Nun bin ich froh, es nicht gewusst zu haben, ansonsten wären mir die wundervollen Erzählungen durch die Lappen gegangen.


1. Der Jubilee-Express:
Gleich zu Anfang musste ich herzhaft lachen, als Jubilee erzählte, wie sie zu ihrem Namen kam. Das Mädchen ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie hat es nicht leicht, weil zu Weihnachten ihre Eltern wegen einer Schlägerei festgenommen werden und ihr Freund sich augenscheinlich  nicht dafür zu interessieren scheint. "Lee" soll sich mit dem Zug auf den Weg zu ihren Großeltern machen, weil sie unter keinen Umständen alleine an Weihnachten zu Hause sein soll. Also macht sie sich auf den Weg, doch der Zug bleibt wegen dem schrecklichen Schneesturm stecken. Es geht nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Also begibt sie sich in das Waffelhaus, welches sich nahe an dem Ort befindet, wo ihr Zug stecken geblieben ist. Sie trifft auf einen fremden Jungen, der ihr anbietet, die Nacht über bei ihm und seiner Mom zu bleiben, was sie nach kurzer Überlegung annimmt.
Die Geschichte hat mich total verzaubert. Sie hat mich berührt, aber an manchen Stellen auch unglaublich sauer gemacht. Schlimm, was Jubilee für einen Freund daheim hat, denn der geht mal gar nicht!


"Ich hatte den schlimmsten Sturm des Jahres durchgestanden - den schlimmsten seit fünfzig Jahren, um genau zu sein -, ich war in einen zugefrorenen Bach gefallen, meine Eltern waren inhaftiert worden ... und er hatte immer noch keine Zeit, mit mir zu sprechen?
Seite 54 (Tolino Shine)"


Ich habe oft daran gedacht, dass Stuart sehr viel Ähnlichkeit mit meinem Freund hat. Vielleicht hat mich genau diese Tatsache dazu veranlasst total nachfühlen zu können, dass sich "Lee" schon bald in ihn verliebt. Stuart hat mir an der ersten Geschichte auch am aller besten gefallen.
Hier lautet meine Zwischenwertung: 5/5


2. Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder
War ich von der ersten noch total begeistert, ließ sie bei dieser Geschichte leider etwas nach. Mit Tobin bin ich nie richtig warm geworden und auch die Tatsache, dass Angie von allen nur "Der Herzog" genannt wird, hat mich nicht vom Hocker gerissen, sondern eher verwirrt, weil ich anfangs nie wusste, redet Tobin jetzt mit JP, oder mit Angie?
Hier geht es darum, dass alle drei Freunde unbedingt zum Waffelhaus wollen, weil da die Cheerleader aus dem Zug gestrandet sind. Sie machen sich auf dem Weg und müssen viele Hürden überwinden, da der Schneesturm wirklich ganze Arbeit geleistet hat und die Straßen dementsprechend unbefahrbar sind.
Stellenweise musste ich wahrlich schmunzeln, weil Angie so herrlich verrückt und humorvoll ist.


""Mach dich nicht über sie lustig!", sagte der Herzog. "Sie muss liebevoll motiviert werden. Carla, Baby, wir lieben dich. Du bist so ein tolles Auto. Und wir glauben an dich. Wir glauben hundertprozentig an dich."
Seite 113 (Tolino Shine)"


Insgesamt fand ich diesen Teil des Buches zwar stellenweise sehr amüsant, allerdings fand ich es leider auch streckenweise langatmig. Diese Geschichte hat mich leider nicht so sehr gepackt, wie es noch bei der Ersten der Fall war.
Hier lautet meine Zwischenwertung: 4/5


3. Der Schutzheilige der Schweine
Kommen wir zu meinem absoluten Highlight des Buches. "Der Schutzheilige der Schweine" hat mich absolut überzeugt und mich dazu gebracht das Buch nicht mehr weglegen zu können. Addie ist eine Person für sich mit einem äußerst "schwierigem" Charakter. Detailliert möchte ich da aber jetzt nicht drauf eingehen.
Sie hat sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt und bereut dies nun zutieft. Addie möchte ihn gern wieder für sich gewinnen und lädt ihn ein sich bei Starbucks zu treffen, doch er taucht nicht auf. Natürlich ist sie nun am Boden zerstört und kann das Weihnachtsfest gar nicht mehr richtig genießen.


""Und sag nicht >volltexten<", sagte ich. "Du bist zu alt, um >volltexten< zu sagen."
Mom lachte, was mich noch wütender machte, erst recht, als sie ihre Heiterkeit unterdrückte und mich mit diesem mütterlichen Blick bedachte der sagte: Sie ist ein Teenager, das arme Ding. Da gehört Herzschmerz einfach dazu.
Seite 113 (Tolino Shine)"


Diese Geschichte hat mir am besten gefallen, weil es hier um weit mehr geht, als nur darum, den verschollen geglaubten Freund wieder für sich zu gewinnen. Hier geht es eher darum, ein besserer Mensch zu werden und mehr an andere zu denken. Dieser besondere Kern wurde absolut super umgesetzt. Die Botschaft kam meiner Meinung nach genau so an, wie es gewollt war. Beim Ende hatte ich glatt ein bisschen Pipi in den Augen. ;)
Hier lautet meine Zwischenwertung: 6/5 (Pageturner)


Fazit


Im gesamten Buch hat mich der Schreibstil überzeugt. Jeder einzelne (Haupt)Protagonist erzählt seine Geschichte aus seiner Perspektive. Ich konnte mich in jeden einzelnen gut hineinversetzen und habe bis auf Tobin auch alle sehr gemocht. Die Idee an sich, drei kurze Geschichten so zu schreiben, dass sie plötzlich doch auf einmal als ein Ganzes erscheint war meiner Meinung nach echt großartig. So hat man von jeder einzelnen Person die Gefühle mitbekommen und konnte deren Handlungen besser verstehen.
Klare Leseempfehlung!


Insgesamt fünf von fünf

3 Zitate

  1. Ich finde das ist wirklich eine tolle Idee oo' Und es erinnert mich ein bisschen an "Wenn ich bleibe" und "lovesong"! Kennst du die beiden Bücher schon??
    Ich glaube das Buch werde ich auch mal irgendwann lesen :D .. wenn ich mal Zeit finde .. :D

    Liebst, Lotta

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  2. Ahhh ich freue mich schon darauf, wenn ich das Buch endlich in den Händen halten kann und es lesen werde, weil ja auch John Green dabei ist *-*

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    1. Kann deine Vorfreude total verstehen. Das Buch ist sehr gut gelungen. :) (Mit ein paar Abstrichen)

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