Rezension: Lauren Oliver - Pandemonium

05 Oktober 2013 |






Titel: Pandemonium
Reihe: Amor Trilogie (2)
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Seiten: 400
Preis: 17,99€
Kaufen: Hier :)










Klappentext


Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.


Der erste Satz


"Alex und ich liegen nebeneinander auf einer Decke im Garten der Brooks Street 37.."



Meine Meinung

Nachdem ich "Delirium" stellenweise wirklich sehr langweilig fand, habe ich große Hoffnung in diesen zweiten Teil gesteckt. Mir wurde von vielen berichtet, der zweite Teil der Amor-Trilogie sei besser. Davon konnte ich mich nun selbst überzeugen.
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, das in der nachfolgenden Rezension Spoiler zum ersten Teil vorhanden sein können.
Lena ist mir nun um einiges sympathischer. Fand ich sie im ersten Teil noch ein wenig seltsam, hat sich das nun für mich völlig in Luft aufgelöst.
Lauren Oliver hat den gesamten Roman geteilt. Es wird abwechselnd über das "Damals" und das "Jetzt" berichtet. Diese Struktur hat mir richtig gut gefallen. Anders als den Roman so runter zu schreiben, hat mir diese Variante viel besser gefallen. So bekommt man meiner Meinung nach viel besser mit, was sich alles ereignet hat und was wohl noch passieren wird. Ich habe mir erzählen lassen, wie sie zu Sarah, Raven, Blue und den anderen gelangt ist. Wie sie immer besser miteinander ausgekommen sind und wie sie schließlich Freunde geworden sind.
Auf der anderen Seite habe ich mich gefragt, wie es im "Jetzt" wohl weiter geht. Was passieren wird. Die Vergangenheit in Pandemonium fand ich jetzt nicht sonderlich spannend. Eher wie eine Erzählung der Ereignisse. Die Gegenwart hingegen hat mich zum Grübeln gebracht. Es hat mich total interessiert, was mit Thomas geschehen wird und natürlich viel mehr, ob Alex wohl vielleicht doch noch am Leben ist.


"Trauer ist wie Versinken, wie Begrabenwerden. Ich treibe in Wasser, das die gelbbraune Farbe aufgewirbelter Erde hat. Jeder Atemzug ist ein Ersticken. Es gibt nichts, woran ich mich festhalten könnte, kein Ränder, keine Möglichkeit, mich hochzuziehen. Ich kann nichts weiter tun als loslassen..
Seite 35 (Tolino Shine)"


Lenas Geschichte beginnt in der Vergangenheit. Wie sie hinter dem Zaun auf die Suche nach Überlebenden geht und alles dran setzt auch selbst am Leben zu bleiben. Sie trifft auf Raven, die ihr hilft. Sie wird mit in ihr Lager genommen und dort aufgepäppelt. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase werden sie Freunde.

Raven mochte ich mit Abstand am Liebsten. Sie ist toll. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, aber schon als sie zum ersten Mal im Buch erwähnt wurde, fand ich sie großartig. Raven ist sozusagen die "Anführerin" der Gruppe. Sie organisiert alles mögliche und ist für jeden in der Gruppe zur Stelle. Sie zeigt zwar ungern und selten Gefühle, allerdings steckt hinter ihrer harten Schale ein weicher Kern. Ich hoffe, ich werde von ihr auch noch im dritten Teil viel lesen können.


"(...) Gleichzeitig zerstört er den Baum langsam von innen, bringt ihn nach und nach zum Absterben.
So funktioniert Hass. Er nährt dich und bringt die gleichzeitig zum Absterben.
Er ist hart und tief und kantig, ein System aus Blockaden. Er ist allumfassend.
Hass ist ein hoher Turm. In der Wildnis fange ich an zu bauen und zu klettern."
Seite 124 (Tolino Shine)"



Die Gegenwart ist meiner Meinung nach um einiges besser gewesen. Ich habe es immer geliebt und konnte es kaum erwarten, wenn ich endlich wieder bei einem Kapitel angelangt war, in dem die Überschrift "Jetzt" hieß. Zwar finde ich Thomas jetzt nicht so berauschend, er kam mir so unglaublich dumm rüber, aber ansonsten hat mich die Geschichte total gepackt. Ich wollte wissen, wie es mit Thomas und Lena weiter geht und habe mit jeder Zeile gehofft, Alex würde endlich wieder auftauchen. Grundsätzlich, wenn Thomas und Lena sich in irgendeiner Weise näher gekommen sind, fand ich das überhaupt nicht lustig...

Worüber ich hoch erfreut war, war die Tatsache, das nicht wieder so viel von der Umgebung bis ins kleinste Detail beschrieben wurde. Dies hat mich bei "Delirium" nämlich schon total genervt und durch die Erfahrung hatte ich große Angst, Lauren Oliver würde auch in "Pandemonium" mit zu detaillierten Beschreibungen nicht geizen. Aber dies war zum Glück nicht der Fall. ☺
Zum Ende kann und will ich nicht viel sagen, außer vielleicht, das ich es auf einer Seite toll fand und auf der anderen Seite unglaublich gemein, denn jetzt muss ich unbedingt den Abschluss der Trilogie lesen, am Liebsten sofort!



Fazit

Ich bin erleichtert. Nachdem ich richtig in die Geschichte gefunden hatte, hat mir "Pandemonium" um Längen besser gefallen, als "Delirium". Die ewigen Wiederholungen waren nicht mehr vorhanden und auch auf die detaillierten Beschreibungen, die im ersten Teil ständig auf dem Plan standen, hat Lauren Oliver komplett verzichtet. Ich fand dieses Buch spannender und packender, als den Vorgänger und deshalb gibt es von mir 4/5 Punkten.

Hoffentlich ist bald Januar ☺








Die Reihe im Überblick

                                           Rezi                            Rezi                             Rezi             

8 Zitate

  1. Du hast recht, ich fand Pandemonium auch vieeel besser als Delirium! GOTT SEI DANK! Bin schon gespannt auf den Abschluss ... ich glaub nicht, dass er mich völlig von den Socken haut, aber man kann ja hoffen ;)

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    1. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mich der letzte Band von den Socken hauen wird. Was soll denn jetzt noch passieren? Aber ich lasse mich natürlich auch gerne überraschen. ;)

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  2. Also ich fand beide einfach nur genial und freu mich schon total auf den 3. Band :) Die Reihe wird bestimmt sehr schön in meinem Regal aussehn *-*

    Ganz liebe Grüße,
    Nadine <3

    buchesser.blogspot.de

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    1. Delirium hat mich stellenweise echt genervt, weil die Wiederholungen so absolut langweilig waren. Durch den Cliffhanger musste ich allerdings Pandemonium lesen und auch, weil viele gesagt haben, der zweite Teil ist besser. Jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht, allerdings habe ich auch ein bissl Angst. Kann mir so gar nicht vorstellen, was außer dem Offensichtlichem noch in das Buch gepackt werden soll.
      LG
      Kitty

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  3. Ich finde Pandemonium auch besser als Delirium. Der Cliffhanger ist echt fies. Ich freue mich schon total auf den dritten Band. ;)

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    1. Der Cliffhanger ging mal gar nicht! Ich war ja schon ein bisschen sauer, dass es ausgerechnet so enden musste. ;)

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  4. Sehr gute Rezension, die sogar meine Meinung wiederspiegelt ^^
    Ich fand Delirium ja sehr sehr blööööööd, besonders weil der Schreibstil sooo dermaßen ausschweifend war und zum Glück ist der zweite Band besser gewesen :)

    Liebe Grüße!

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    1. Dankeschön. :) Freut mich das dir die Rezi gefällt und wir sogar einer Meinung sind.
      Sehr blöd fand ich den ersten Teil nun nicht, allerdings war er stellenweise zum Schnarchen langweilig. Wäre das in Pandemonium auch so gewesen, hätte ich das Buch abgebrochen...
      Mal schauen, was das Finale so bringt.

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