KKK: Frozen Time & 28 Tage lang

30 April 2014 | 2 Zitate







Verlag: Bloomoon
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Gefällt mir:
Der Plot und auch die Darstellung der Welt ist völlig anders, als alles, was ich bisher in diesem Genre gelesen habe und hat mir mit am aller besten gefallen. Es kommt irgendwie eine düstere Stimmung auf, weil man mit der Protagonisten mitfühlt und es einem so vor kommt, als würde im eigenen Kopf auch totaler Nebel herrschen. Ich fand es sehr gut gelungen, wie sich die Geschichte im Laufe der Zeit weiter entwickelt.
Tessa sieht immer einen Jungen vor ihren Augen, kann sich aber partout nicht daran erinnern, wer er überhaupt ist, was sehr viel Neugier bei mir erzeugt hat. Schließlich möchte ich ja dann auch wissen, was es mit diesem ominösen Jungen auf sich hat.
Verschiedene Wendungen in der Geschichte haben mich sehr überrascht und auch ein bisschen zusammen zucken lassen. Auf die Auflösung was es wirklich mit "Projekt Frozen Time" auf sich hat, wäre ich niemals gekommen.

Gefällt mir nicht:
Mir kam es so vor, als ginge der Autorin der Stoff irgendwann aus. War Tessa am Anfang noch nicht die Übermenschliche, der alles auf Anhieb gelungen ist, wurde sie zum Ende hin aber genau zu so einer Person. Mir ging es irgendwann alles zu glatt vonstatten. Keine Gegenwehr mehr von den "Bösewichten" und selbst wenn: Tessa hat wirklich alles in kürzester Zeit geschafft. Da es sich bei diesem Roman um eine Dystopie handelt ist es klar, das manche Aktionen und Ereignisse nicht real sein können, allerdings wurde diese Thematik am Anfang so umgesetzt, dass es aber wirklich hätte passieren können. Katrin Lankers hat mir die Geschichte zu Beginn so vorgesetzt, dass ich ihr abgenommen habe, was alles passiert ist. Diese realitätsnahen Beschreibungen gingen im Verlauf des Buches für mich jedoch völlig verloren und ich empfand einzelne Geschehnisse eher als hanebüchen. Ich denke, mit ein paar Seiten mehr und dem schönen Erzählstil vom Anfang hätte mir das Buch noch besser gefallen.

Bewertung:
Gleich der Start in "Frozen Time" ist mir sehr gut gelungen. Die Autorin verzichtet auf einen langen Vorspann und schmeißt den Leser sofort in die Geschichte von Tessa. Man lernt das Mädchen kennen und wird zu einem Teil von ihr. Das ganze Szenario ist sehr gelungen dargestellt. Die neue Welt, die Katrin Lankers für ihren Roman erschaffen hat, war für mich sehr beeindruckend.
Irgendwann jedoch ging mir der Lesespaß ein bisschen flöten, weil Tessa zu einer Super-Frau mutierte, der wirklich alles gelungen ist. Egal was passierte, es ging nichts mehr schief. Das hat mich ein bisschen gestört. Auch mit dem Ende der Geschichte kann ich mich nicht wirklich anfreunden, weil es mir zu abrupt kam und auf den letzten Seiten irgendwie alles in einer rapiden Geschwindigkeit abgehandelt wurde.


Okay









Verlag: Kindler
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Gefällt mir:
Die ganze Umsetzung dieser doch sehr schweren Thematik hat mir sehr gut gefallen. Ganz besonders hervorheben möchte ich, dass David Safier bisher nur humoristische Romane veröffentlicht hat. Mit "28 Tage lang" zeigt der Autor eine neue Seite von sich. Am Anfang war ich skeptisch, ob ihm dieser Sprung gelingen wird. Schließlich ist das Thema wirklich ein sehr haariges. Ich muss aber sagen, dass ich begeistert bin! David Safier hat es geschafft dieses ernste Thema so zu erzählen, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre selbst dabei gewesen. Mehr als einmal merkte ich, wie mir die Tränen liefen. Ich konnte mich total oft nicht mehr beherrschen, weil es einfach alles total grausam ist, was damals geschehen ist. Zwar hat David Safier mit Mira einen fiktiven Charakter erschaffen, der diese Zeit erlebt, aber alles was Mira passiert, ist damals mit vielen anderen Juden genau so geschehen! Aus diesem Grund hatte ich während des Lesens auch meist ein ungutes, beklemmendes Gefühl im Bauch. Die Ereignisse haben mich schockiert. Besonders weil ich immer im Hinterkopf hatte, dass es ja wirklich so war.
Richtig gut hat mir auch die Entwicklung von Mira gefallen. Ist sie am Anfang "nur" als Schmugglerin unterwegs, um ihre Mom und ihre Schwester ernähren zu können, wird sie zum Ende hin immer mehr zu einer Kämpferin, die sich zusammen mit dem Widerstand wehrt.

Gefällt mir nicht:
Hier gibt es absolut nichts, was mir nicht gefallen hat.

Bewertung:
"28 Tage" lang hat mich die ganzen Seiten über berührt, fasziniert und erschreckt. Ich ziehe meinen Hut vor David Safier, wie er diese Thematik umgesetzt hat. Es ist sicher nicht leicht sich einem so ernsten Thema zu widmen und daraus einen Roman zu schreiben. Umso mehr bewundere ich daher den Autor, der dieses so grandios gemeistert hat - und dies, obwohl er eigentlich in einem komplett anderem Genre unterwegs ist.
Das Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich denke, dass es mich noch sehr lange beschäftigen wird.



Meisterwerk!

Kitty 

Rezension: Veronica Roth - Letzte Entscheidung

29 April 2014 | 2 Zitate




Reihe: Die Bestimmung #3
Verlag: Cbt
Seiten: 512
Leseprobe: Hier
Preis: 17,99€ 
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Klappentext

Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht ... Der atemberaubende Abschluss der Trilogie.


Der erste Satz

Ich gehe in meiner Zelle im Hauptquartier der Ken auf und ab, ihre Worte hallen mir noch in den Ohren.
 

Meine Meinung

Inhalt
Als Tris und Four erfahren, dass ihre Welt noch viel größer ist, als sie zuvor gedacht haben, begeben sie sich hinter den Zaun. Sie erfahren außerhalb ihrer Stadt Dinge, die sie niemals für möglich gehalten hätten. Einen Plan gilt es zu verhindern, bei deren Vorhaben der gesamte Einsatz von Tris, Four und allen anderen erfordert. Vielleicht sogar mehr Einsatz, als allen lieb ist... 



Ich bleibe bei ihm, weil ich mich dafür entscheide - jeden Tag, wenn ich die Augen aufschlage, jeden Tag, wenn wir uns in Lügen verstricken, streiten oder enttäusche. Ich entscheide mich immer wieder aufs Neue für ihn, und er entscheidet sich für mich.

Seite 365



Charaktere
Tris hat sich von dem kleinen Mädchen in eine absolute Kämpfernatur verwandelt. Sie hat den Charakter einer Gruppen-Anführerin angekommen, was viele zu ihr aufschauen lässt. Die anderen haben wohl eher Angst vor ihr, dabei würde sie nie jemanden etwas zu Leide tun, der unschuldig ist. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich Tris kennen gelernt habe und zu was sie hier geworden ist, ziehe ich meinen Hut vor ihr.
Four hat sich ebenfalls verändert, wie ich finde. Er ist viel emotionaler, als noch in den ersten beiden Teilen, was mich aber nicht gestört hat. Wie in den vorherigen Bänden ist auch hier mein absoluter Liebling gewesen. Ich habe verstanden, wie er sich fühlt und hätte ihm an einigen Stellen gerne eine Schulter von mir angeboten. 


Ich gehöre den Menschen, die ich liebe, und sie gehören mir. Sie und die Liebe und Loyalität, die ich ihnen gebe, bestimmen meine Identität weit mehr, als jedes Wort oder jede Gruppe das jemals könnte.

Seite 441


Gesamt
Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden wählt Veronica Roth hier eine andere Erzählweise. Es wird nicht mehr nur strickt auf Tris eingegangen, sondern die Kapitel wechseln von Tris zu Tobias und umgekehrt. Am Anfang fiel es mir zugegeben nicht so leicht damit klar zu kommen, aber schon bald habe ich mich damit zurecht gefunden und konnte die Geschichte wieder genau so genießen, wie ich es mit den anderen beiden Teilen bereits getan habe. Es hat mir letztendlich sogar sehr gut gefallen, dass die Autorin diesmal einen anderen Weg gewählt hat uns die Story zu erzählen, denn so konnte ich mich auch ein bisschen mehr in die Gefühlswelt von Four einschleichen und ihn somit noch viel besser kennen lernen und ihn besser verstehen.
Zu der Schreibweise gibt es auch in "Letzte Entscheidung" absolut nichts auszusetzen. Der Stil ist flüssig und leicht und macht es einem somit wieder enorm einfach der Geschichte zu folgen und mit den Charakteren mitzufiebern. Hier liegt das Augenmerk natürlich auf Tris und Four, die beiden Liebenden, die "einer Sache" ein Ende bereiten wollen. Leider muss ich zugeben, dass mir die Beziehung von Tris und Four hier ein bisschen zu kurz gekommen ist. Wenn sie zusammen sind, dann ist dies leider nur von kurzer Dauer. Doch wenn sie endlich mal wieder Zeit für sich gefunden haben, ist mir sogleich warm ums Herz geworden, weil ich ihre Liebe einfach miterlebt und mitgefühlt habe. Sie passen eiben zusammen wie die Faust aufs Auge.
Was ich als ermüdend empfunden habe ist ein großes Stück vom Mittelteil. Mit den ganzen Informationen die da auf mich eingeprasselt sind, war ich irgendwann komplett überfordert. Es war mir viel zu viel des Guten. Ich denke hier wäre es besser gewesen, hätte man dies ein bisschen gekürzt, da sich bei mir zu dem Zeitpunkt eine kleine Langeweile eingestellt hat.

!ACHTUNG! SPOILER! NUR LESEN, WENN DAS BUCH BEREITS BEKANNT IST!
Ich kann und will mich nicht über das Ende beschweren, denn meines Erachtens ist dies mehr als gelungen. Dadurch, das Tris von Anfang an gerne mal russisches Roulette mit ihrem Leben gespielt hat, war es für mich noch nicht mal überraschend. Irgendwann musste es schließlich auch mal schief gehen. Was mich allerdings ein bisschen geärgert hat ist, dass ihr Tod einfach mal eben auf zwei Seiten abgehandelt wurde und das, obwohl man so unglaublich viel mit ihr zutun hatte. Sie war diejenige, die uns in den ersten beiden Teilen ihre Geschichte erzählt hat. Die wir durch Höhen und Tiefen begleitet, die wir so sehr in unser Herz geschlossen hatten. Ich finde ihren Tod auf zwei Seiten abzuarbeiten nicht fair ihr gegenüber. Das hat sie meiner Meinung nach einfach nicht verdient.
Als besonders schlimm habe ich die Reaktion von Four auf ihren Tod empfunden. Ich habe vor meinen Augen gesehen, wie er zusammen gebrochen ist und ja, ich habe mit ihm geweint. Er ist durch die Hölle gegangen, hatte den Glauben an die Menschen verloren und ausgerechnet die Person, die ihn zu einem anderen, einem besseren Menschen gemacht hat, verliert er jetzt auch noch. Das ist wirklich absolut grausam!
SPOILER ENDE


Fazit

Mir hat der Abschluss der Trilogie zum größten Teil sehr gefallen. Auch wenn die Meinungen zum Ende sehr auseinander gehen finde ich, das es eine runde Sache und auch glaubwürdig ist. Mit das Einzige, was ich zu bemängeln habe ist das, was ich im Spoiler angesprochen habe und auch, dass mir manche der Informationen im Mittelteil ein bisschen zu viele waren. Hier hätte man aus meiner Sicht getrost auch ein bisschen weniger zu schreiben können.
Tris und Four sind für mich nachdem ich diese Reihe nun beendet habe mein absolutes Lieblingspaar. Sie ergänzen sich toll und lieben sich über alles. Ich habe mich selbst in die Beiden verliebt und bin total froh, dass ich in den Genuss gekommen bin ihre Geschichte zu lesen. Es hat mich verzaubert und berührt.


Knappe vier Blümchen



Kitty 


Die Reihe im Überblick


                                                                          Rezi                    Rezi                      Rezi


♥lichen Dank an Cbt!

KKK: Bunker Diary & Kein Garten Eden

29 April 2014 | 2 Zitate







Verlag: dtv
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Das Buch ist, wie der Name schon sagt, in Tagebuch-Form geschrieben, wofür ich ja sowieso schon eine Schwäche habe. Es hat mir Spaß gemacht miterleben zu können, wie Linus beschreibt, was er an den einzelnen Tagen erlebt hat. Da es aus seiner Perspektive geschrieben ist, sympathisiert man leicht mit ihm und kann sein Gefühlsleben daher sehr gut verstehen und empfindet absolutes Mitleid für ihn und die restlichen Personen, die mit ihm zusammen eingesperrt sind.

Gefällt mir nicht:
Leider blieben meine Erwartungen total auf der Strecke. Ich habe ein düsteres Buch erwartet, bei dem mich während des Lesens beklemmende Gefühle erwarten, schließlich sind die Charaktere in einem dunklen Bunker gefangen. Allerdings war von diesen Emotionen absolut nichts vorhanden. Sind erstmal alle Personen an diesem Ort aufgetaucht passiert irgendwie gar nichts mehr. Ich dachte wenn viele verschiedene Menschen, mit ganz anderen Persönlichkeiten aufeinander treffen, würden vielleicht Reibungen entstehen. Absolute Hoffnungslosigkeit ausbrechen und auch sonst "Action" herrschen, aber davon ist absolut nichts da gewesen. Die einzelnen Personen sitzen in ihren Zimmern und haben die Situation so hingenommen, wie sie ist. Kein Aufbäumen, nix.
Zwar wird immer mal wieder etwas "Schreckliches" auf die Gefangenen losgelassen, aber wirklich überrascht, oder geängstigt hat mich rein gar nichts von dem, was auf sie zukam.
Einigermaßen überraschendes habe ich mit einem Achselzucken hingenommen. Wirklich geschockt hat mich rein gar nichts an dieser Geschichte. Höchstens vielleicht, dass ich diesen Roman sehr, sehr langweilig fand.

Bewertung:
"Bunker Diary" hat ein so großes Potenzial gehabt. Ich habe wirklich geglaubt, ich bekomme ein total düsterndes Buch vorgesetzt, welches sehr spannend und so voller überraschender Schockmomente ist, das ich eine Gänsehaut bekomme. In dieser Hinsicht habe ich mich total getäuscht. Die Charaktere blieben mir zu blass und von einem Spannungsbogen kann in diesem Roman auch nicht die Rede von sein, weil einfach keine Spannung existiert. Ich denke, wäre der Roman länger gewesen, hätte ich ihn abgebrochen.
Ich kann leider keine Empfehlung für "Bunker Diary" aussprechen.


Langweilig!









Verlag: Loewe
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Anna Careys Tempo ihre Geschichten zu erzählen ist ein wirkliches Erlebnis. Schon bei den ersten beiden Teilen war die Spannungskurve stets ganz oben, was sich bei "Kein Garten Eden" fortgesetzt hat.
Die Entwicklung, die Eve durchgemacht hat ist auch unbedingt erwähnenswert. Sie ist eine toughe, starke Frau geworden. Mit einer solch drastischen Veränderung hätte und habe ich nicht gerechnet. Doch nicht nur die Entwicklung der Protagonistin hat mich positiv überrascht, sondern auch viele andere Dinge, die im weiteren Verlauf von "Kein Garten Eden" geschehen haben mich sehr erstaunt und konnten mich begeistern. Bei diesem Roman kann man nicht mal eben kurz aufhören zu lesen, sondern muss die Geschichte einsaugen, bis man am, für mich sehr gelungenem, Ende angelangt ist.

Gefällt mir nicht:
An manchen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Informationen gewünscht. Manche, für mich wichtige, Geschehnisse wurden auf zwei Seiten abgehandelt, die aber vielleicht noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen.

Bewertung:
Das Ende der "Eve & Caleb" Trilogie ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Anna Carey versteht es, ihre Leser in die Geschichte zu sperren und ein Teil von ihr zu werden. Man sieht die Landschaften vor Augen, freundet sich mit den Charakteren an und ist völlig eins mit Eve.
"Kein Garten Eden" lässt sich durch die angenehme und temporeiche Schreibweise der Autorin sehr gut und flüssig lesen. Ich bin traurig, dass die Trilogie nun vorbei ist.



Ein toller Abschluss der Trilogie

Kitty 

KKK: Ein Tag im März & Death

28 April 2014 | 2 Zitate







Verlag: Bastei Luebbe
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Die Erzählperspektiven wechseln in diesem Roman ständig. Eigentlich empfinde ich dies bei den meisten Romanen grundsätzlich als störend, Jessica Thompson hat sie einzelnen Übergänge allerdings so super beschrieben, dass es mir sehr leicht gefallen ist, der Geschichte weiterhin folgen zu können, ohne durcheinander zu kommen.
Es geht ohne langes Drumherum mit der Geschichte los. Gerade der Anfang war für mich schon sehr emotional. Ich habe sehr mit der Protagonistin mit gelitten und hatte ein paar Tränchen im Auge.
Sehr gut gefallen hat mir, wie die Autorin die einzelnen Geschichten der Protagonisten miteinander verknüpft hat. Fragt man sich vielleicht am Anfang noch, was diese Person nun in der Geschichte zu suchen hat, wird dies schon bald aufgeklärt und man bemerkt, was für eine Verbindung sie mit dem Schicksalsschlag der Hauptperson hat.
Hervorheben möchte ich außerdem, dass man auch einen Einblick in das Gefühlsleben des "Täters" bekommt, mit dem ich persönlich irgendwann auch Mitleid empfunden habe.

Gefällt mir nicht:
Ich hätte mir noch mehr Emotionen gewünscht.

Bewertung:
"Ein Tag im März" ist ein wirklich schönes Buch. Es hat mir sehr gefallen, wie die einzelnen Personen miteinander verbunden wurden. Jeder einzelne Charakter hat irgendwas, wenn auch nur entfernt, mit dem Schicksalsschlag zutun, was sich im Laufe des Buches immer mehr zusammenfügt.
Die Charaktere haben allesamt sehr viel Farbe, so dass man sie sich sehr gut vorstellen kann und auch der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen.













Verlag: Chicken House
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Der Anfang der Geschichte hat mir richtig Lust auf mehr gemacht. Ich habe das Buch während der Busfahrt zu meinem Freund schon zur Hälfte durchgelesen, weil diese erste Hälfte für mich total spannend und interessant war. Ich konnte mir bis dahin noch gut mit den Protagonistin identifizieren und fand wirklich alles toll. Doch dann

Gefällt mir nicht:
ging für mich leider die große Langweile los. Es passierte nichts mehr, was mich in irgendeiner Art und Weise berührt oder überrascht hätte. Die Protagonisten nervten mich zusehends, weil sie sich kein Stück weiter entwickelten, sondern stets auf derselben Stelle getreten sind.
Die Spannung, die mich zu Beginn des Buches noch so gezwungen hat weiter lesen zu müssen, verschwand ab der Hälfte des Romans völlig.

Bewertung:
Die Kurzbeschreibung zu "Death" hat mich eigentlich erwarten lassen, dass ich ein von vorne bis hinten spannenden Buch in den Händen halte, welches für mich bestimmt zum Pageturner mutiert, doch nach einem sehr guten Start, ging die Spannung ab der Hälfte vollends verloren und führte dazu, dass ich  mich ein bisschen durch die Seiten quälen musste. Die Idee der Geschichte hat mich zwar fasziniert, wurde meiner Meinung nach aber leider nicht so packend umgesetzt, wie ich gedacht habe. Schade, dass der tolle, spannende Beginn nicht das ganze Buch über fortgesetzt werden konnte.



Bis zur Mitte toll.

Kitty 

KKK: Die Wölfe von Mercy Falls

27 April 2014 | 4 Zitate







Verlag: script5
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Man spürt die Liebe die Sam und Grace verbindet, was garantiert auch daran liegt, dass Maggie Stiefvater abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten berichtet und diese uns ihre Geschichte schließlich aus der "Ich-Perspektive" erzählen. Mir haben die Gefühle von Grace und Sam, die mich mit voller Wucht getroffen haben sehr berührt.
Der passende, bildliche, lebende Schreibstil den die Autorin an den Tag legt, hat es mir sehr leicht gemacht, mir alles vorstellen zu können und selbst ein Teil dieser Geschichte zu werden.
Alle Charaktere sind auf ihre Art einzigartig und wenn auch nur einer von ihnen gefehlt hätte, wäre dieser Roman meiner Ansicht nach nicht so perfekt gewesen, wie er mit ihnen zweifellos ist.
Die Idee mit den Wölfen, die sich nur im Sommer wieder in einen Menschen verwandeln hat mir sehr gut gefallen. Besonders gut gelungen ist meiner Meinung nach auch, dass bei jedem neuen Kapitel die Grad Zahl geschrieben wurde. So war ich stets total gespannt, ob sich Sam nun wieder verwandelt, oder nicht. Ich habe mir Grace gebetet, dass ihr Freund für immer ein Mensch bleibt und habe an manchen Stellen fast das Heulen angefangen, weil es mich so berührt hat.

Gefällt mir nicht:
Ich fand manche Stellen leider ein bisschen zu sehr kitschig.

Bewertung:
Da ich "Nach dem Sommer" inhaliert habe, wie eine Wahnsinnige, kann ich dem Buch gar nicht weniger als fünf Blümchen geben. Es hat mir, bis auf eine kleine Ausnahme über die ich hinwegsehen kann, alles total gut gefallen. Daumen hoch für diesen wundervollen Roman!


♥♥♥









Verlag: script5
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Gefällt mir:
Achtung! Zweiter Teil der Reihe. Eventuell Spoiler vorhanden!
Die Schreibweise ist erneut so toll, wie auch schon beim ersten Teil. Die Perspektiven wechseln diesmal aber nicht nur von Sam zu Grace, sondern es wird auch noch näher auf andere Charaktere eingegangen, die in diesem zweiten Teil eine sehr große Rolle spielen.
Ich war begeistert darüber, das Sam wirklich ein Mensch geblieben ist und habe seine Kapitel immer sehr genossen. Er wurde mir mit jeder Seite sympathischer. Sogar noch mehr als Grace.

Gefällt mir nicht:
Leider ist es mir ein bisschen schwer gefallen in das Buch zu finden und das, obwohl ich es gleich nach dem ersten Teil begonnen habe. Die Geschichte entwickelt sich eher schleppend, was schon ein bisschen an meiner Geduld gezerrt hat. Einzelne Szenen haben sich diesmal für meinen Geschmack deutlich zu sehr in die Länge gezogen. Es ging einfach nicht voran was mir erstmal die Lust am Lesen genommen hat.
Ich habe gehofft, dass es sich vielleicht noch gibt und irgendwann wieder ein bisschen Spannung aufgebaut werden kann, aber leider habe ich da vergebens drauf gewartet.

Bewertung:
Leider habe ich bei "Ruht das Licht" das Gefühl, als wäre dieser Teil nur ein "Lückenfüller", damit man die Trilogie voll bekommt, was ich sehr schade finde. Die Emotionen, die ich im ersten Teil noch selbst gespürt habe, blieben hier meiner Meinung nach, leider auf der Strecke. Das Buch ist für an manchen Stellen viel zu sehr in die Länge gezogen, was mich stark in meinem Lesefluss beeinträchtigt hat. Mehr als drei Blümchen kann ich deshalb nicht vergeben.



Schwächer als der erste Teil









Verlag: script5
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Gefällt mir:
Achtung! Dritter Teil der Reihe. Eventuell Spoiler vorhanden!
Die Spannung ist in diesem Abschluss der Trilogie endlich wieder vorhanden. Es hat mir total gefallen, dass ich mich hier nicht eine Zeit lang durch die Seiten quälen musste.
Es hat mich gepackt und fasziniert, wie Sam das Wolfsrudel vor dem "Erschießungskommando" retten möchte. Dabei waren für mich seine Empfindungen natürlich zu aller erst Grace retten zu wollen, völlig klar. Die ganze Fügung der Geschichte hat mich erneut in ihren Bann ziehen können. Ich konnte mich in jede Person gut hineinversetzen, weil die Kapitel wieder aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt wurde.

Gefällt mir nicht:
Auch hier muss ich leider etwas anmerken: Die Romantik und die geballte Gefühlsladung, die ich in "Nach dem Sommer" durchleben durfte, habe ich hier nicht so direkt gespürt. Leider kamen mir die Emotionen zwischen Sam und Grace ein bisschen zu kurz.

Bewertung:
Nachdem ich nun die Reihe vollständig gelesen habe, bin ich froh, sie endlich vom SuB befreit zu haben. Mit "In deinen Augen" ist der Autorin ein guter Abschluss der Trilogie gelungen, die ich jedem, der gerne etwas über Werwölfe liest, nur ans Herz legen kann. Wenngleich ich in den nächsten Wochen, bzw. Monaten bestimmt jetzt erstmal genug von diesen Fantasie-Wesen habe, habe ich diese Reihe doch sehr genossen. ;)





Kitty 

Rezension: Jessica Bird - Wenn es plötzlich Liebe ist

26 April 2014 | Kommentieren





Verlag: Blanvalet
Seiten: 416
Leseprobe: Hier
Preis: 7,95€ 
Kaufen: Hier  






Klappentext

Eine Frau, die nicht mehr zu träumen wagt, begegnet einem Mann, dem das Herz einst versteinerte …

Auf den ersten Blick scheint die junge Grace Hall alles zu haben, was das Herz begehrt. Aber ihr Reichtum macht sie verwundbar. Als einige prominente Frauen überfallen werden, heuert sie schweren Herzens einen Bodyguard an. Der verschlossene John Smith gibt ihr zwar Sicherheit, aber zugleich rauben seine Regeln ihr die Freiheit. Es kommt zu scharfen Konflikten, doch langsam wird Grace sehr neugierig, was eigentlich hinter der harten Schale dieses Mannes steckt …



Der erste Satz

John Smith blickte auf seine Uhr und sag sich anschließend im Ballsaal des Hotel Plaza um.
 

Meine Meinung

Inhalt
Grace scheint alles zu haben, was sich eine Frau wünscht. Sie ist verheiratet, reich und steht mit beiden Beinen im Leben. Doch dann stirbt ihr Vater, der ihr sehr nahe stand. Als wäre dies nicht schon genug, bekommt sie ihren Mann auch nur noch selten zu Gesicht und in ihrem Umkreis werden reiche Frauen ermordet. Grace bekommt es zurecht mit der Angst zutun und angegiert einen Leibwächter. Nichts ahnend, welche Überraschungen sie mit ihm noch erwarten wird. 



Als er sich abwandte, durchfuhr ein seltsames Gefühl seine Brust. Er erkannte, dass er sie verletzt hatte. Schon wieder. Und irgendwie gefiel ihm das nicht.

Seite 99



Charaktere
John ist ein knallharter Typ. Er lebt für seinen Leibwächter-Job und scheint sehr unnahbar zu sein. Gefühle versteckt er hinter seiner Professionalität. Einen festen Wohnsitz besitzt er nicht. John wechselt sein zu Hause, wie andere ihre Unterwäsche. Aber ihm macht sein Nomadenleben überhaupt nichts aus, denn er liebt seinen Job.
Grace ist als Gräfin natürlich sehr bekannt. Nicht nur das Erbe ihres Vaters hat sie zu einer reichen Person gemacht. Doch das Geld alleine macht sie nicht glücklich. Sie vermisst ihren Vater sehr und hat zu ihrem Ehemann keinen wirklich Draht. Sie liebt ihn gar überhaupt nicht, sondern hat ihn nur geheiratet, weil andere meinten, es passt. 


"Dinge, die man nicht akzeptiert, haben die hässliche Neigung, sich zu Monstern zu entwickeln."

Seite 110


Gesamt
Zuerst mal das Positive: Ich finde das Cover so wunderschön. Da ich eine Schwäche für rot und rosa habe, habe ich mich sofort in das Cover verliebt. Meine Erwartungen, als ich es sah waren, dass es in der Geschichte bestimmt sehr romantisch werden würde. Eine Geschichte wie "Bodyguard", die mich total verzücken würde...
Leider habe ich mich total getäuscht, denn dieses Buch hat mit "Bodyguard" so viel zu tun, wie Harry Potter mit dem Weltfrieden. 
Zuerst hat mich schon der Anfang total gestört: Die Protagonisten lernen sich kennen, reden kurz und absolut nicht nett miteinander, küssen sich aber plötzlich. Da hatte ich schon ein sehr schlechtes Gefühl, was die gesamte Story betrifft. Dies bestätigte sich auch, denn diese äußerst merkwürdigen Dialoge und Handlungen wurden fort geführt. Grace und John streiten sich und fallen schließlich übereinander her. Und das ständig. Dieser Verlauf hat mich irgendwann so sehr genervt, dass ich das Buch fast in die Ecke gedonnert hätte. Zwischen diesen Sexspielchen, die die Protagonisten untereinander "ausfechten" wird in dieser Geschichte wirklich jedes Klischee bedient, welches man sich in "romantischen Krimis" nur vorstellen kann. Wobei ich sogar finde, dass der Krimi hier völlig in den Hintergrund gerückt ist, aufgrund der seichten, unrealistischen und viel zu schmalzigen Liebesgeschichte. Dies ist aber auch gar nicht so schlimm, denn nach den ersten hundert, bis hundertzwanzig Seiten weiß man sowieso schon, wer die ganzen Frauen getötet und es nun auf Grace abgesehen hat. So vorhersehbar ist das Buch. Ich hätte es getrost nach 150 Seiten an die Seite legen können, ohne das ich irgendwas verpasst hätte, denn es geschieht einfach nicht spannendes oder interessantes, was einen an den Roman fesselt. Zu diesem wirklich langatmigen Roman hat John auch noch die Angewohnheit fast jeden Satz mit einem "Yeah" zu beginnen, was ab dem 10. Mal wirklich, wirklich anstrengend ist.


Fazit

Ich wünschte wirklich, ich könnte irgendwas Nettes zu "Wenn es plötzlich Liebe ist" sagen, aber ich kann es nicht. Der Roman hat mich auf keiner einzigen Seite überzeugen können, was mich traurig macht, denn ich hatte mir mehr erhofft. Die ständig wiederkehrenden Abläufe was die Dialoge und Handlungen von den Protagonisten angeht, ist für mich leider sehr anstrengend zu lesen gewesen und hat auch nicht wirklich für Lesespaß gesorgt. Dadurch, dass alles so vorhersehbar ist, wollte sich ebenfalls keinerlei Spannung einstellen.
Die Idee einen spannenden, aber gleichzeitig romantischen Roman schreiben zu wollen ist Jessica Bird meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen. Finger weg!


Klischees und Langeweile

Kitty 

Rezension: Suzanne Young - Du.wirst.vergessen

25 April 2014 | 4 Zitate





Verlag: Blanvalet
Seiten: 448
Leseprobe: Hier
Preis: 14,00€ 
Kaufen: Hier  






Klappentext

Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen …


Der erste Satz

Die Luft in dem Raum schmeckt steril.
 

Meine Meinung

Inhalt
Sloane und James sind das perfekte Paar. Sie lieben sich abgöttisch und dies schon seit sehr langer Zeit. Sloane kann bei ihrem Freund so sein, wie sie wirklich ist und ihre Gefühle zeigen. Würde sie das in der Öffentlichkeit tun, wäre sie schon bald eine von denen, die beim "Programm" mitmachen müssen.
"Das Programm" löscht die "infizierten Erinnerungen" aus dem Gedächtnis der Infizierten und macht sie so zu einem völlig neuen Menschen. Sloane und James möchten niemals als eine von diesen leeren Hüllen enden und verstecken daher ihre Gefühle so gut sie es können.
Doch dann geschehen schlimme Dinge, die dazu führen, dass sich James nicht mehr zusammen reißen kann. Er wird von "Programm" geholt - Für Sloane bricht eine Welt zusammen. 



"Ich hasse "Das Programm" und was es uns antut, aber ich weiß auch, dass ich nicht sterben will. Ich will nicht, dass irgendeiner von uns stirbt."

Seite 31/32



Charaktere
Sloane versteckt ihre Gefühle von der Außenwelt sehr gut. Doch ihren inneren Kampf, ihre wirklichen Empfindungen habe ich dennoch gespürt. Sie kann einem wirklich Leid tun bei allem, was sie erlebt hat und noch erleben wird. Sie ist eher zurück gezogen und öffnet sich nur den Menschen, denen sie vertrauen kann. Dabei ist sie sich selbst bald nicht mehr sicher, wer zu den vertrauenswürdigen dazu gehört und wen sie lieber meiden sollte. Sloane habe ich sehr gemocht und mich an manchen Stellen in ihr wieder gefunden.
James bezeichnet sich selbst ein Arschloch. Wobei ich dies absolut nicht unterschreiben kann. Es ist rührend, wie sehr er sich um seine Freundin bemüht. Auf jeder Seite konnte ich seine Emotionen verstehen und nachempfinden. Und je mehr ich über ihn erfahren habe, umso mehr habe ich ihn ins Herz geschlossen. Es steht außer Frage, wie sehr er Sloane liebt.


Manchmal sind unsere Schuldgefühle, weil wir überlebt haben, stärker, als wir es ertragen können, ein Geheimnis zwischen uns, von dem wir uns nichts anmerken lassen. Aber wir sind alles, was uns noch geblieben ist.

Seite 43


Gesamt
Ich bin ein bisschen sprachlos. Zwar habe ich schon erwartet, dass mir "Du.wirst.vergessen" bestimmt gefallen wird, weil es sich schließlich um eine Dystopie und somit um eins meiner Lieblingsgenres handelt, aber jetzt sitze ich hier und bin total baff, weil meine Erwartungen um Längen übertroffen wurden.
Nicht viele Autoren schaffen es, mich gleich von der ersten Seite an so sehr in ihre Geschichte zu zerren, dass ich das Buch nie wieder aus der Hand legen möchte. Suzanne Young gehört zu denen, die es auf jeden Fall geschafft haben.
Gleich am Anfang ist man sofort in der Geschichte drin und erlebt, wie die Liebe zwischen James und Sloane, sowie die "Sache mit dem Programm" ist. In diesem ersten Teil wäre ich gerne noch länger geblieben, weil ich es total herrlich fand, wie das Pärchen miteinander umgegangen ist und wie nah man den Protagonisten selbst Stück für Stück kommt. Mit jeder Zeile die ich gelesen habe, habe ich mich mehr in das Buch und deren Charaktere verliebt.
Hat man den ersten Teil hinter sich gebracht, bricht eine solche Spannung aus, das nun die Seiten noch schneller an mir vorbei geflogen sind. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und man liest und liest und liest - Neugierig, wie Sloane auf die Tatsache reagiert, dass James abgeholt wurde und ob er sich an sie erinnern wird, wenn er zurückkehrt.
Neben der Liebesgeschichte der Protagonisten liegt das Augenmerk natürlich auf dem "Programm". Ich fand es schon regelrecht furchtbar, dass die Menschen keine Gefühle zeigen durften, weil sie ansonsten sofort als depressiv und somit als krank eingestuft wurden. Die Thematik hat mich sehr nachdenklich gemacht, denn Depressionen sind ja auch in der heutigen Zeit sehr präsent. Gerade aus diesem Grund kam mir "Du.wirst.vergessen" auch ziemlich real vor. Ich habe öfter drüber nachgedacht, wie es wohl wäre, würde es wirklich das "Programm" geben und wie ich selbst damit umgehen würde, schließlich bin ich ja (leider) selbst ein bisschen nah am Wasser gebaut.
Das Buch beschäftigte mich nicht nur während ich es gelesen habe, sondern selbst jetzt noch. Es ist von vorne bis zum phantastischen Ende hin ein grandioses Buch!


Fazit

Ich musste die Geschichte erstmal sacken lassen, bevor ich überhaupt eine Rezension schreiben konnte. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. ;) Suzanne Young hat mich von ihrem Buch absolut überzeugt. Ihr Tempo ist so rasant, dass ich "Du.wirst.vergessen" in Null Komma nix durch hatte und nun nachdenklich hier sitze, weil ich mir alles noch mal durch den Kopf gehen lasse. Das ernste Thema der Depressionen und des "Programms" wurden von einer wundervollen Liebesgeschichte begleitet, die mich absolut entzückt hat. 
Wenn ihr dieses Buch noch nicht kennt, dann holt das unbedingt nach!

I love it

Kitty 


♥lichen Dank an Blanvalet!

Rezension: Friedrich Ani - Die unterirdische Sonne

24 April 2014 | 2 Zitate





Verlag: Cbt
Seiten: 336
Leseprobe: Hier
Preis: 16,99€ 
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Klappentext

Am Rand der Nacht, in der Stille der Nacht allein

Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.


Der erste Satz

"Ich hab keine Angst, hab ich nicht ..."
 

Meine Meinung

Inhalt
Der absolute Albtraum von sechs Jugendlichen wird zur gnadenlosen Realität: Sie werden auf einer Insel in einem Keller eines alten Hauses gefangen gehalten. Jeden Tag wird einer von ihnen in die Wohnung geholt, doch was sie dort erleiden müssen, dürfen sie niemandem von der Gruppe erzählen - Sonst werden sie sterben. Tag für Tag lassen sie die Dinge so geschehen, wie sie von den Entführern gemacht werden. Die Jugendlichen fangen an zu verzweifeln, werden immer verstörter und auch aggressiver. Dann stößt plötzlich Noah zur Gruppe, der sich nichts gefallen lassen möchte. Doch wird es ein einzelner Kämpfer schaffen alle auf seine Seite zu ziehen, damit ihnen vielleicht die Flucht gelingt?



Dass sie überhaupt noch am Leben war, kam ihr wie ein Wunder vor. Eigentlich wollte sie nicht mehr leben. Angst zu sterben hatte sie trotzdem.

Seite 43


Charaktere
Sophia ist vierzehn Jahre alt und ein sehr gläubiges Mädchen. Selbst in dieser aussichtslosen Situation glaubt sie an den Herrn und daran, dass er sie retten wird.
Maren ist dreizehn. Sie ist so traumatisiert, dass sie während der Entführung zur Stotterin wurde.
Eike ist elf und somit der Jüngste von allen. Dies merkt man auch an seinem Verhalten und seinen Emotionen sehr deutlich.
Noah kommt zum Schluss zur Gruppe hinzu. Er ist derjenige, der sich wehren möchte. Der alle aus der Gefangenschaft befreien will.
Conrad (16) und Leon (13?) machen die Truppe komplett



Wie das Lachen ging, wussten sie nicht mehr.
Auch ihr Lächeln nahmen sie nicht wahr. Sie meinten, ihre Lippen würden bloß sinnlos zucken.

Seite 280   


Gesamt
"Die unterirdische Sonne" ist in drei Akte aufgeteilt. Im ersten lernen wir erstmal die ganzen Jugendlichen besser kennen. Was sie vorher gemacht haben, wie sie vorher gefühlt haben, was für soziale Bindungen, aber auch was sie für Träume hatten. Die Dinge aus der Vergangenheit wechseln sich mit ihrer jetzigen Gefühlslage ab. Eigentlich finde ich die Idee die Geschichte aufzuteilen und im ersten Teil alle Charaktere zu beschreiben sehr gut. An der Umsetzung mangelte es nach meinem Empfinden jedoch total. Friedrich Ani springt von Charakter zu Charakter und zwar meist so schnell, das ich gar nicht hinterher gekommen bin. War ich noch mitten bei der sensiblen Maren, wurde plötzlich über Fußball gesprochen und man befand sich in der Gefühlswelt von Conrad. Diese Wechsel waren mir leider viel zu hektisch und auch nicht gut genug gekennzeichnet, was mir den Einstieg in die Geschichte bedauerlicherweise sehr schwer gemacht hat.
Im zweiten Akt, wenn man sich mit den einzelnen Personen angefreundet hat, geht es etwas mehr in die Tiefe. Wir erleben, wie sich die Jugendlichen in ihrem Keller-Gefängnis entwickeln, spüren ihre Verzweiflung und würden selbst gerne hinfahren und sie da raus holen. In diesem zweiten Teil erzählt jeder der Protagonisten ein Märchen, welches mir bei jedem einzelnen von ihnen eine Gänsehaut bereitet hat...
Vom dritten Akt möchte ich gar nicht so viel erzählen, nur das er ein für mich zufriedenstellendes Ende bereit hält...
Auf der Rückseite von Friedrich Anis Werk steht zurecht der Hinweis, dass das empfohlene Lesealter ab 16 Jahren ist. Am Anfang konnte ich mir diesen Hinweis noch nicht so ganz erklären, wurde jedoch im Laufe der Zeit eines besseren belehrt. Ich kann und möchte mir nicht vorstellen, wie jüngere dieses Buch lesen und sich in diesem abscheulichen, beängstigen Keller-Gefängnis wieder finden und sich vielleicht auch noch so in die Geschichte hinein denken, dass sie noch selbst ein Teil davon werden.
Mit jeder Seite habe ich die Verzweiflung und den kalten Angstschweiß der Protagonisten gespürt. Ihre Lage ist so aussichtslos, wie sie nur sein kann und ihre Erfahrungen, die sie oberhalb ihres "Knastes" durchleben müssen, mag ich mir gar nicht vorstellen. Friedrich Ani geht nicht im Detail darauf ein, was den Jugendlichen widerfährt, dies ist aber auch gar nicht nötig. Die kleinen, gekonnt versteckten Hinweise reichen völlig aus, um sich das schreckliche Ausmaß vorstellen zu können. Ich kann gar nicht sagen, welcher der sechs Protagonisten mir am meisten Leid getan hat und mit welchem ich am meisten mit gelitten habe. Die Erlebnisse und Emotionen von nämlich allen haben mich total aus der Bahn geworfen.
Nachdem ich den holprigen Start hinter mich gebracht hatte, war ich schließlich wie besessen von dem Roman. Ich musste die einzelnen Neuigkeiten verschlingen und aufsaugen, weil ich zwar erschüttert, aber sogleich doch so unglaublich neugierig war, wie es wohl weiter gehen wird und vor allem: Ob die Jugendlichen es irgendwie schaffen, sich aus ihrer "misslichen" Lage zu befreien.


Fazit

Am Anfang für mich noch unverständlich, unterschreibe ich nun völlig den Hinweis, dass Jugendliche unter 16 Jahren diesen Roman besser nicht lesen sollten. Es ist kein Buch über Geschichten, die völlig fiktiv sind, sondern eher ein Roman über Vorkommnisse, die, (wenn vielleicht auch anders) schon mal in einen ähnlichen Form geschehen sind. 
Friedrich Ani hat mit "Die unterirdische Sonne" einen über lange Strecken spannenden Roman erschaffen, der einen auch am Ende noch fassungslos und nachdenklich zurück lässt. 
Man sollte dieses Buch nicht mal eben zwischendurch lesen, sondern sich Zeit dafür nehmen, denn die Geschichte ist absolut keine leichte Kost. 
Ich spreche trotz meiner Startschwierigkeiten eine absolute Empfehlung aus!

Keine leichte Kost!

Kitty 


♥lichen Dank an cbt!