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Rezension:
Juliet Ashton - Immer wieder du und ich

01 Februar 2016 |

400 Seiten |  Rowohlt Autorin | Leseprobe 



Kate liebt Charlie. Charlie liebt Kate. Das war schon immer so. Sie sind füreinander geschaffen. Aber es ist kompliziert: Denn stets ist Charlie gerade vergeben, wenn Kate bereit ist. Und umgekehrt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, auf Partys, Hochzeiten und Beerdigungen. Vergessen können Kate und Charlie einander nicht. Aber ist es nicht irgendwann zu spät für die große Liebe? Oder bietet ihnen das Leben noch eine zweite Chance?








»Wie die geschnitzten Figuren einer Kuckucksuhr verpassten Charlie und Kate einander ständig. Einer kam heraus, wenn der andere gerade hineinging. [...] 
Nie zusammen, für immer aus dem Takt - ihre Trennung schien gottgewollt.«
Zitat aus: "Immer wieder du und ich"



Meine Meinung:

Charaktere
Kate ist sehr bedacht darauf, dass es allen Menschen in ihrer Umgebung gut geht. Dabei ist es ihr gleich, ob ihr diese nahe stehen oder nicht. Kate hat das Herz am rechten Fleck und ist ein sehr genügsamer Mensch. Ein ganz besonderes Verhältnis hat sie zu ihrem Vater.
Charlie hatte keine leichte Kindheit, eher das Gegenteil ist der Fall. Umso besser ist es, dass er in Kate eine so gute Freundin und in ihrem alten Herrn einen Vaterersatz gefunden hat. Charlie schreibt für sein Leben gerne und würde aus diesem Grund selbstverständlich mit Vorliebe ein eigenes Buch herausbringen. 
Becca, Kates Kusine, ist ein bisschen anstrengend. Sie ist eigentlich von allem zu viel: Zu laut, meist zu egoistisch, zu fordernd, etc. Und doch gibt es da die eine Seite an ihr, die sie trotzdem liebenswert macht, auch wenn mir das an manchen Stellen wirklich sehr schwer gefallen ist.
Nichts desto Trotz sind Becca und Kate wie Schwestern, sie gehen durch dick und dünn und sind füreinander da.
»"Glück ist nämlich für jeden anders. [...] Es hat nichts mit den Erwartungen anderer Leute zu tun. Nichts damit, was das Beste ist. Man muss sich nur wohl in seiner Haut fühlen." «
Zitat aus: "Immer wieder du und ich"

Gesamt
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr eine Geschichte so sehr miterlebt, dass ihr anfangt mit den Figuren zu sprechen? Das ist mir bei diesem Roman passiert. Ich kann mich nicht dran erinnern, wie oft ich das Bedürfnis hatte, besonders die beiden Protagonisten mal kräftig durchzuschütteln und gleichzeitig anzuschreien, damit sie endlich zueinander finden. Es gab zig Situationen, wo ich der felsenfesten Überzeugung war, jetzt würde es endlich passieren, doch dann kam erneut etwas dazwischen, was mich fast dazu getrieben hätte, das Buch an die Wand zu schmeißen. Aber keine Sorge: Dies ist nicht geschehen und ich hatte das Bedürfnis auch nicht, weil ich die Geschichte nicht toll fand, sondern weil ich sie nicht nur gelesen, sondern ebenfalls gelebt habe. Es dauerte nur einen kleinen Bruchteil, bis ich die Rolle von Kate komplett übernommen hatte und dies, obwohl mir das bei einer auktorialen Erzählweise, wie sie hier der Fall ist, eigentlich nicht so oft passiert. Ich habe mich selbst dabei beobachtet, wie ich mit meinem vermeintlich besten Freund Scherze mache, mit ihm alt werde und es doch niemals hinbekomme ihm meine Liebe zu gestehen. Das alles ging so weit, dass ich an einigen Stellen nicht mehr an mich halten konnte und einfach mal eben so in Tränen ausgebrochen bin, weil die Flut der Emotionen mich wie ein Tsunami umgeworfen hat. Diese Welle verschwand zwar immer mal wieder, versteckte sich, um auf den insgesamt 400 Seiten irgendwann erneut mit voller Wucht zuschlagen zu können.
Juliet Ashton hat mit ihrem neuen Roman ein wirkliches Meisterwerk erschaffen, in dem es an nichts fehlt. Neben den grandios ausgearbeiteten Protagonisten Kate und Charlie, auf denen natürlich der Scheinwerfer leuchtet, gibt es auch noch jede Menge anderer Figuren, die mit so viel Licht erstrahlen, dass man sie zwar schon gut vor Augen hat, aber dennoch nicht von ihnen geblendet wird. Die Hauptdarsteller stehen zu keiner Zeit in deren Schatten.

»"Das fühlt sich gut an. Das hier", und damit drückte er ihre Hand. "Das fühlt sich wirklich gut an, oder?"
"Ich weiß gar nicht, was ich ohne dich täte, Charlie, [...]"
"Freundschaft. Das ist das Allerwichtigste. Ich will die Liebe gar nicht kleinmachen. Liebe ist toll. Aber ..."«
Zitat aus: "Immer wieder du und ich"

Die Geschichte an sich ist eigentlich nichts Neues, hat man eine ähnliche Story doch auch zum Beispiel schon in "Zwei an einem Tag" von David Nicholls gelesen. Der Plot alleine macht diese rührende Geschichte aber nicht aus, es sind die vielen Kleinigkeiten drumherum, die diesen Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht haben. Angefangen bei den Charakteren, den Nebengeschichten, den einzelnen Stationen, oder auch der guten Aufmachung, bis hin zu dem berührenden Ende, bei dem wirklich kein Auge trocken bleibt. Juliet Ashton brachte mir ihre Figuren sehr nahe, übermittelte mir ihre Gefühle und ließ mich die gesamte Zeit über vor Spannung mitzittern und mitfiebern, ob sich Kate und Charlie nun endlich kriegen würden, oder nicht. Dabei kam alles allerdings niemals kitschig oder utopisch rüber, sondern zu jeder Zeit, wie eine aus dem Leben gegriffene Geschichte.
Das Einzige, was ich als ein bisschen anstrengend empfunden habe ist die stellenweise nervende Kusine Becca. Sie ist das gesamte Gegenteil von Kate, hat mich des Öfteren auf die Palme gebracht und auch sehr sauer gemacht. Trotz ihrer Eigenarten, die für mich wirklich strapaziös waren, hatte sie aber doch auch was liebenswertes an sich. Ich konnte Kate verstehen, dass sie ihr so viel verzieh und mit einer bestimmten Aktion habe ich sie letztendlich sogar noch richtig lieb gewonnen.
Beim Ende habe ich, wie ebenfalls an vielen anderen Stellen in dieser Geschichte, sehr weinen müssen. Ob aus Freude, oder aus Trauer, werde ich aber natürlich nicht verraten.


In Kürze:

Positiv
Auktoriale Erzählweise, die hier echt sehr gut gepasst hat.
Es gibt einen sehr tiefen Einblick in jede einzelne Figur,
und diese sind alle absolut liebenswert.
Es passiert immer etwas.
Temporeich.
Toller Schreibstil.
Toller Plot.
Emotionen kamen alle bei mir an.
Ich habe die Geschichte nicht nur erlebt, sonder gelebt.

Negativ 
Nichts.


Fazit:

Ein berührender, besonderer Roman, bei dem kein Auge trocken bleiben wird. Juliet Ashton beschreibt eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen sein könnte mit so viel Gefühl, dass es einem ganz warm ums Herz wird. Ich habe Immer wieder du und ich gefühlt und gelebt. 
Wer "Zwei an einem Tag" liebt, wird dieses Buch ebenso lieben.






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2 Zitate

  1. Huhu,
    ich freu mich gerade so, dass dir das Buch so gefallen hat. Ich les es jetzt diese Woche im Rahmen von Lottas Leserunde und jetzt freu ich mich noch mehr darauf. Verspricht eine tolle Geschichte zu werden...

    Vielen Dank für die tolle Rezension

    Alles Liebe, Nelly

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    1. Danke für deine lieben Worte. ♥
      Ich stalke euch ja ein bisschen bei der Leserunde. Bin so neugierig und so gespannt, ob euch das Buch genau so gut gefallen wird, wie mir. :)
      Hab weiterhin ganz viel Spaß damit. ♥
      GlG
      Kitty ♥

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Hi! :)
Schön das du hier gelandet bist! Ich bin für Lob und Kritik sehr dankbar und freue mich über jeden einzelnen Kommentar.
Meine Antwort findest du gleich unter deinem Eintrag.

Vielen Dank, dass du bei mir warst. Ich hoffe, wir sehen uns wieder. :)