Rezension:
Jennifer L. Armentrout - Morgen lieb ich dich für immer

28 März 2017 |

Vielen Dank an den cbt Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!











 Original: The Problem with Forever
13.03.17 | 544 Seiten | cbt Autorin | Leseprobe Kaufen  

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …





»"Ich heiße Mallory Dodge." Ich holte tief Luft und sprach einfach so ins Leere. "Ich mag Bücher und Lesen. Und ... ich mag nicht, wer ich bin."«
Zitat aus: "Morgen lieb ich dich für immer"



Meine Meinung:

Charaktere
Mallory hat ihre Eltern bei einem Unfall verloren und lebte daraufhin bei Pflegeeltern, bei denen sie auch auf Rider traf. Durch die Ereignisse, die sich abspielten, ist sie verschüchtert und redet nicht viel. Nicht, weil sie nicht will, sondern weil sie nicht kann.
Rider hat sich die ganzen Jahre über um Mallory gekümmert. Was die beiden erleben mussten ist absolut grausam. Rider hat Mallory nie vergessen und ist gleichzeit entzückt und erschrocken, als sie wieder aufeinander treffen.
Rosa und Carl sind die Pflegeeltern von Mallory. Sie sind beide Ärzte und haben Mallory bei sich aufgenommen. Beide lieben sie sehr. Soweit es ihnen möglich ist, sind sie gerne für ihre Pflegetochter da.
Ainsley, Mallorys beste Freundin ist das ganze Gegenteil. Sie isst gern auf Achse, nicht auf den Mund gefallen und bringt ihre beste Freundin sehr häufig zum Lachen. Wenn es um ernste Themen geht gibt sie Mallory gern einen Rat oder ist anders für sie da.

»Und so schwieg ich, als hätte ich einen Stöpsel im Hals, der nur ein winziges bisschen Luft durchließ. Worte waren weder meine Feinde noch Monster, die mir Angst machten, aber trotzdem hatten sie ungeheure Macht über mich. Sie waren wie der Geist eines geliebten Verstorbenen, der mich heimsuchte.«
Zitat aus: "Morgen lieb ich dich für immer"

Gesamt
Ich war von der ersten Seite an völlig fasziniert von dieser Geschichte. Zuerst freundete ich mich immer mehr mit Mallory an, um mich im Laufe des Buches ebenso in Rider zu verlieben wie sie es tut. Ich nahm sehr schnell die Rolle der gezeichneten, traumatisierten Protagonistin an und verfolgte mit Spannung und jeder Menge Emotionen, was sie in ihrer Kindheit erlebt hatten und was noch folgen sollte.
Besonders der weibliche Part dieses Romans hat mich absolut überzeugen können. Mallory ist zerbrechlich, zurückgezogen, versucht aber eigentlich auf jeder einzelnen Seite immer mehr ihrer alten Welt zu entfliehen. Sie möchte so reden, wie andere reden, sie möchte "normal" sein. Ich habe ihr jede einzelne Handlung und jedes einzelne Wort, wenn sie denn mal gesprochen hat, absolut abgenommen. Die Hintergründe, warum es soweit kommen konnte, dass unsere weibliche Hauptfigur nichts mehr sagen kann, erfährt man als Leser peu a peu im Laufe des Buches. Und diese Ereignisse haben es absolut in sich. Ich bin des öfteren in Tränen ausgebrochen, wenn erneut ein in kursiver Schrift hervorgehobener Rückblick eingeworfen wurde. So viel Leid hat wahrlich niemand verdient. Aber ich möchte natürlich nicht zuviel verraten.
In dieser schweren Zeit war grundsätzlich Rider der Fels in Mallorys Brandung. Stets an ihrer Seite versuchte er sie so gut es eben ging zu beschützen. Bis zum "lauten Knall". Ab da trennten sich ihre Wege. Vorerst.

»Was mir fehlte, waren nicht dünnere Oberschenkel oder ein flacherer Bauch. Es war Mut. Tatsache war, ich war ein Angsthase. Wie konnte ich überhaupt daran denken, einen Jungen zu küssen, wenn mein Mund noch nicht einmal reden wollte?«
Zitat aus: "Morgen lieb ich dich für immer"

Auch Riders Geschichte konnte mich tief berühren. Es ist schwer vorzustellen, wie viel so ein junger Mann wegsteckem musste. Ich als Leser konnte mich ebenso gut mit ihm identifizieren, wie auch mit Mallory. Jennifer L. Armentrout lässt ihre beiden Figuren abwechselnd aus ihrer Sicht die Geschichte erzählen, was einem die Identifizierung natürlich extrem leicht macht. Zudem erfährt man als Leser bei dieser Struktur auch, was in den Protagonisten vor sich geht. Was sie denken, was sie fühlen. Man ist nahe an ihnen dran, lacht ebenso mit ihnen, wie man weinen möchte und schließt sie einfach sehr doll ins Herz.
Neben der gemeinsamen Geschichte der Hauptfiguren erfährt man auch noch eine Menge drumherum. Wie es Mallory in ihrer Pflegefamilie geht. Wie sie mit der traumatisierten Mallory umgehen. Wie es Rider ergangen ist. Wo und wie er jetzt lebt. Und, und, und. Hinzu schafft es die Autorin auch ihre Nebenfiguren so gut zu zeichnen, dass sie greifbar und echt erscheinen, aber niemals zu viel Platz einnehmen.
Ich mag es sehr, wie flüssig man die Geschichte lesen kann. Mit wie vielen Dingen man als Leser konfrontiert wird. Hier gibt es einiges zum Nachdenken. Außerdem mag ich es, wie überrascht man wird und mit wie viel Gefühl die Autorin diese Geschichte zu Papier bringen konnte.
Ich weiß nicht, wie oft ich in Tränen ausgebrochen bin. Ich weiß nicht, wie oft ich laut lachen musste. Ich weiß aber, dass ich dieses Buch nicht nur gelesen, sondern gelebt habe und dass ich es liebe.


In Kürze:

Positiv
Der Plot ist toll.
Viel Stoff zum Nachdenken.
Die Protagonisten sind toll gezeichnet.
Man kann sich sehr gut mit ihnen identifizieren.
Emotionen, Emotionen, Emotionen.
Überraschungen.
Flüssiger Schreibstil.
Die Protas wechseln sich in der Erzählerrolle ab.
Ich-Erzähler.
Tiefgang.
Nicht kitschig.

Negativ 
Nichts!


Fazit:

"Morgen lieb ich dich für immer" hat mich von der ersten Seite an berührt. Es lässt sich sehr gut lesen, hat Tiefgang und besticht durch jegliche Art von Emotionen. Man lacht, man weint, man ist wütend, etc. Für mich ist dieser neue Roman von Jennifer L. Armentrout rundum gelungen und absolut empfehlenswert.




Weitere Rezensionen:





Habt einen wundervollen Tag, ihr Lieben. ♥


4 Zitate

  1. Ich habe von der Autorin bisher nur ein Buch gelesen, und fand es nicht so toll, vielleicht sollte ich mich mal an dieses wagen, denn es scheint allgemein besser anzukommen :)!
    Eine tolle rezensioN!

    LG Piglet ♥

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    1. Dankeschön. :) Welches Buch hast du denn von ihr gelesen?
      "Morgen lieb ich dich für immer" ist ziemlich anders, als alles, was ich bisher von der Autorin gelesen habe. Vielleicht liest du einfach mal die Leseprobe?
      Hab einen schönen Tag.
      Alles Liebe
      Kitty ♥

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  2. Hey =)

    Ich kenne schon einige Bücher der Autorin, die aber alle Richtung Fantasy gehen. Ich mag ihren Stil bisher sehr gerne, von daher wandert das Buch direkt auf meine Wunschliste =)

    LG
    Anja

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    1. Eine sehr gute Entscheidung, liebe Anja. :) Ich mochte die Lux-Reihe ja wahnsinnig gerne. Alles, von A-Z und als ich dann gesehen habe, dass die Autorin ein neues Buch rausbringt, musste ich es einfach lesen. Ich kann es dir echt nur ans Herz legen. :)
      Hab einen schönen Tag.
      Alles Liebe
      Kitty ♥

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Hi! :)
Schön das du hier gelandet bist! Ich bin für Lob und Kritik sehr dankbar und freue mich über jeden einzelnen Kommentar.
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