Katzenjammer #2/17
Die bösen (Schwangerschafts)Hormone und die wunderschöne Kinderzimmerwand

26 Oktober 2017 |


Ihr Lieben, ♥

ich habe lange drüber nachgedacht, ob ich euch einen kleinen Einblick in mein Chaos gebe, oder ob ich es lieber für mich behalte. Da ich allerdings gerne auch mal ein paar private, persönliche Sachen von mir gebe, habe ich mich jetzt dafür entschieden.
Ich hätte vor meiner Schwangerschaft echt nicht gedacht, dass man wirklich ein bisschen blöd im Kopf wird, wenn die Hormone erstmal über einen herfallen.
Jetzt, fast am Ende der Schwangerschaft weiß ich Bescheid. ;) Ich kann euch sagen, dass ich mich manchmal selbst nicht mehr leiden kann und, dass mir mein Mann ja schon Leid tut, wenn ich mal wieder Opfer meiner Emotionen werde.
Ich habe viele Bücher gelesen, die sich allesamt mit dem Thema Schwangerschaft beschäftigen und kann sagen, dass ich mich in einigen davon wiedergefunden habe. Es ist tatsächlich so, dass man irgendwann völlig auf das kleine Wesen fixiert ist und ob man nun möchte, oder nicht: Man kann schlicht an nichts anderes mehr denken, als daran, dass eben dieser Bauchzwerg gesund und munter auf die Welt kommt. Dass es ihm während der Schwangerschaft gut geht. Thema Nummer eins? Bauchzwerg. Genauso wie Thema Nummer zwei, drei, vier und fünf. Diese Gedanken führen dazu, dass man andere wichtige und weniger wichtige Sachen gerne mal vergisst. Wie oft habe ich in der Küche gestanden und wusste nicht mehr, was ich machen wollte? Zig mal! Ich habe sogar vergessen, was ich zu meiner Besten, oder zu meinem Mann gesagt habe. Die Zwei erzählten mir irgendwann davon und ich konnte mich nicht dran erinnern, da überhaupt drüber gesprochen zu haben. Ähm, ja. 
Wie ihr seht: Es ist absolut kein Mythos, dass man "ein bisschen" vergesslich wird, wenn die Hormone zuschlagen. ;) Nur beim Vergessen bleibt es jedoch nicht. Ich habe manchmal Gefühlsausbrüche vom Feinsten. Da ich ja eh schon ein emotionaler Mensch bin, ist es jetzt natürlich noch viel, viel schlimmer. Ich weine los und weiß gar nicht, warum überhaupt?! Mein Mann ist wirklich klasse, wie er das alles "aushält", wie er mich unterstützt und mich versteht. Und das, obwohl und wenn ich mich selbst überhaupt nicht verstehe und auch nicht besonders gut leiden kann. Manchmal gehe ich in die Luft und weiß schon währenddessen, dass es einfach drüber ist. Warum reagiere ich so? Ich weiß es nicht. Es ist einfach so. Zusätzlich zu dem ganzen Hormonkram habe ich auch Angst. Angst davor, dass ich keine gute Mutter sein werde. Ja, echt. Solche Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ich freue mich wahnsinnig auf unseren kleinen Bauchzwerg, aber doch ist da die Angst, wie es werden wird. Wie es laufen wird. Wie wir zusammenwachsen werden. Ich habe einen riesen Respekt davor, was für eine Verantwortung wir haben werden. Ich habe wirklich ein bisschen Schiss, aber die unbändige Freude über unser Wunder überwiegt das alles.
Den Nestbautrieb habe ich übrigens auch immer für einen Mythos gehalten. Nun, wenn man das selbst noch nicht erlebt hat, kann man auch schwer glauben, was werdende Mütter plötzlich für einen Tatendrang an den Tag legen. Zum Einen habe ich zig Klamotten für den Kleinen gekauft. Meist gebrauchte Sachen von Basaren, aber auch welche vom Mamikreisel. Hinzu kamen unzählige Sachen, die wir geschenkt bekommen haben, weil die Kinder unserer Freunde da schlicht rausgewachsen sind. Mit den Klamotten ist es aber noch lange nicht getan, wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt. Es folgten zig Sachen, die ich günstig bei DM, oder Rossmann erstanden habe, denn natürlich habe ich mich bei allen möglichen Babyclubs angemeldet, um Boni zu erhalten und auch ansonsten irgendwelche Überraschungen zu bekommen. Es funktioniert. ;) Ich kann mich noch dran erinnern, wie mein Mann von der Arbeit nach Hause kam und alles voller Babysachen gewesen ist. Der Blick war echt unbezahlbar. "Was machst du?" "Ich bereite schon mal alles vor." Was für eine Frage, das ist doch logisch, das ich alles vorbereite, oder? Ganz egal, ob bis zum ET noch zwölf Wochen liegen. "Jetzt schon?" Mit diesen zwei Wörtern hatte er schon zu viel gesagt. Meine Hormone übermannten mich, ich fühlte mich missverstanden und noch so einiges mehr, was ich selbst nicht wusste. Also kamen mir die Tränen und mein Mann tröstete mich, dass er es nicht so gemeint hat. Seht ihr, was ich meine? Er ist toll. Er kann überhaupt nichts dazu und eigentlich hatte er (zumindest in dieser Situation) auch Recht und trotzdem ist er für mich da und wischt mir die Tränen weg. Hach. ♥
Ein paar Wochen später ging es jedoch darum, dass das Kinderzimmer fertig werden sollte. Es gibt nun mal Kinder, die eben nicht bis zum ET im Appartment bleiben, sondern früher auf die Welt kommen wollen. Und dann nichts fertig zu haben? Für mich eine Katastrophe. Ich bin ein sehr durchorganisierter Mensch und mag es dementsprechend, wenn alles schnell so ist, wie ich mir das vorstelle, damit letztendlich nicht doch noch Hektik aufkommt. Mein Mann hingegen ist eher so der ruhige Part von uns. "Wir haben doch noch Zeit", kommt sehr oft aus seinem Mund. Ich denke ich überrasche euch nicht, wenn ich sage, dass ich da auch "mal" von meinen Hormonen überrannt wurde? Jetzt im Nachhinein kann ich drüber lachen. Auch, dass ich zig Mal meine Kliniktasche neu gepackt, die Kommoden mit den Babysachen umgeräumt und die Wickelkommode neu eingerichtet habe. Es ist alles fertig. Der Einzige, der jetzt noch fehlt, ist der Bauchzwerg. ♥



Kinderzimmerwand

Vor längerer Zeit habe ich euch schon mal erzählt, wie mein Mann fleißig das Kinderzimmer gestrichen hat. Ich hätte ihm dabei ja wirklich gerne geholfen, aber wenn es um solche Art von Kunst geht, habe ich leider zwei linke Hände. Ursprünglich hatte er sich auch etwas anderes gedacht, aber dann wurde von Zeit zu Zeit immer mehr eingefügt und schwupps sahen die Figuren irgendwann aus, als wären sie lebendig. Fragt mich nicht, wie er das mit normaler Abtönfarbe und normalen Pinseln geschafft hat. Ich weiß es nicht.

Auf diese fertige Wand schaut man gleich, wenn man das Kinderzimmer betritt. Ich dachte ich zeige euch als erstes das gesamte Bild und gehe anschließend ein bisschen auf die Details ein.

Der Marienkäfer befindet sich, wie ihr oben sehen könnt, direkt über der Wickelkommode. Ich verbinde etwas Besonderes mit Marienkäfern, aus diesem Grund hat mein Mann diese auch mit in das Wandbild aufgenommen.

Mit Ferkelchen haben die Schattierungen angefangen. Schatz malte erst das Schweinchen und war dann so in seinem Element, dass er hier noch was hinzufügte und hier noch einen Schatten malte. Irgendwann war es dann fertig und er widmete sich noch den anderen Figuren. Übrigens: Hier ist der Baum noch nicht ganz fertig. Die Schattierungen wurden nach dieser Aufnahme noch hinzugefügt und sind ganz oben beim ersten Bild zu sehen.

Tigger war glaub ich das letzte Tier, was fertig geworden ist. Ich finde er sieht aus, als wäre er aufgeklebt worden. Meine Beste hat mich beim Betreten des Zimmers übrigens gefragt, ob das ein Wandtattoo ist. Ähm nein, das hat mein persönlicher Picasso gemalt. ;)

Last but not least der Winnie. ♥ Hach ich liebe ihn so sehr. :) Ich hoffe, ihr könnt es gut erkennen: Ich habe am Anfang wirklich gedacht, dass mein Mann jetzt eine Airbrush-Pistole hat. Die Partie rund um den Beinen schaut nämlich so aus, als wäre es gesprayed worden. Aber wie schon weiter oben geschrieben: Es wurde alles mit Pinsel und Abtönfarbe gemischt und gemalt.
Es hat auch seine Zeit gedauert, aber das Ergebnis kann sich schon sehen lassen, oder was meint ihr?





Habt einen wundervollen Tag, ihr Lieben. ♥


2 Zitate

  1. Hallo Kitty,

    die Bilder im Kinderzimmer sind deinem Mann sehr schön gelungen. Da wird sich euer Bauchzwerg bestimmt wohlfühlen. :)

    Alles Liebe,
    Nicole

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  2. Huhu,

    ich finde das Kinderzimmer klasse!! Großes Lob an deinen fleißigen Mann! Und besonders schön finde ich, dass es nicht das klassische zartrosa oder himmelblau ist, das man leider in so vielen Kinderzimmer wiederfindet.

    LG
    Bettina

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