Rezension:
Sara Pennypacker - Mein Freund Pax

30 Dezember 2017 |


Original: Pax
16.03.17 | 304 Seiten | Fischer Autorin | Leseprobe Kaufen 

Peter hat den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen – seitdem sind die beiden unzertrennlich. Peter und Pax verstehen sich ohne Worte, und nur zusammen fühlen sie sich ganz. Aber dann kommt der Krieg und reißt die beiden auseinander. Zwischen ihnen liegen Hunderte von Kilometern und warten tausend Gefahren, doch von ihrer Sehnsucht getrieben, kennen die beiden nur einen Gedanken: den anderen wiederzufinden …






»Es gibt eine Krankheit, die Füchse manchmal befällt. Sie bringt sie dazu, ihre gewohnte Lebensweise aufzugeben, Fremde anzugreifen. Der Krieg ist eine Menschenkrankheit, die ganz ähnlich ist.«
Zitat aus: "Mein Freund Pax"



Meine Meinung:

Charaktere
Peter ist untröstlich, als er von seinem Fuchs getrennt wird. Er hängt sehr an dem Tier und dies spürt man als Leser auch mit aller Tragweite. Peter ist ein Dickkopf, der genau weiß was er will. Dabei geht er gerne mal mit dem Kopf durch die Wand. Außerdem ist er sehr empathisch, was ihn für mich sehr sympathisch gemacht hat.
Pax ist seit er denken kann, der beste Freund von Peter. Er liebt seinen Menschen über alles, was er ihm auch regelmäßig zeigt. Als dieser sich allerdings von ihm trennt, versteht er die Welt nicht mehr und versucht alles, um wieder zu Peter zu kommen. Dabei lernt der Fuchs einiges, von deren Existenz er vorher nichts wusste, oder auch nur erahnen konnte.

»"Also, wie jetzt - willst du nach Hause zurück, oder willst du zu deinem Tier?"
"Das ist dasselbe", sagte Peter, und seine Antwort kam entschieden und ohne Zögern, auch wenn er selbst von ihr überrascht war.«
Zitat aus: "Mein Freund Pax"

Gesamt
Bei "Mein Freund Pax" handelt es sich um ein Kinderbuch, welches Erwachsene allerdings gleichermaßen zu Tränen rühren und zum Nachdenken bringen wird. Schon der Anfang der Geschichte rund um Peter und seinen treuen Fuchs Pax lässt kein Auge trocken. Hervorheben möchte ich unbedingt, dass mit Emotionen absolut nicht gespart wird. Es geht rauf und runter, wie ein Schiff bei einem richtig schlimmen Wellengang. Als besonders interessant habe ich die Abschnitte verfolgt, in denen es um Pax ging. Dort wird beschrieben, wie er sich fühlt, was er denkt, wie er versucht wieder zu seinem Menschen zu finden. Pax ist als junger Welpe zu Peter gekommen und hat somit viele Dinge, die Füchse von ihren Eltern lernen, nie beigebracht bekommen. Für ihn ist das Leben in der Wildnis eine noch größere Herausforderung, als für andere. Dass sich die Geschichte während des Krieges ereignet, macht die Sache natürlich nicht einfacher, sondern erschwert es noch.
Was Pax auf seinem Weg erlebt, ist rührend, berührend und lässt einen nicht mehr los. Man entwickelt eine solche Verbindung zu diesem Tier, das man das Gefühl hat, man selbst ist Peter und vermisst Pax ganz fürchterlich. Ich habe so oft das Bedürfnis gehabt, das Tier aus der Schusslinie zu bringen. Ihn beschützen zu müssen. Pax begegnet während seines Abenteuers natürlich auch andere Füchse, die ihn erst misstrauisch gegenübertreten, wie sich diese Beziehungen entwickeln sind hoch interessant und spannend zu verfolgen. Besonders was sie in Verbindung mit den Menschen erlebt haben, nun, hat mich doch ziemlich schlucken und sehr weinen lassen.

»[...] Gefühle sind immer gefährlich, [...] aber du kannst Gefühlen nicht ausweichen. In jedem von uns wohnt so ein Tier namens Wut, und manchmal ist das auch gut so. Denn auch aus der Wut über Schlechtes entsteht viel Gutes. Viele Ungerechtigkeiten werden aus der Welt geschafft, weil erst die Wut darüber Menschen dazu bringt, etwas ändern zu wollen. [...]"«
Zitat aus: "Mein Freund Pax"

Auf der anderen Seite, in einem neuen Kapitel wird anschließend die Geschichte von Peter erzählt. Wie er versucht seinen Fuchs zu erreichen, was er dabei erlebt und wen er dabei kennenlernt. Dabei erreichen den Leser so viele, wundervolle Zitate, dass es mir persönlich sehr schwer gefallen ist, nur drei davon auszusuchen. Vola, auf die Peter trifft, hat so viel Weisheit und Lebenserfahrung, die sie Peter allzu gerne mit auf den Weg gibt. Sehr schön und realistisch wird die Beziehung von beiden erzählt. Ich habe es Vola und auch Peter abgenommen, wie sie reagierten. Erst natürlich zurückhaltend und misstrauisch, aber dann doch ziemlich vertraut. Mich hat es fasziniert, wie sich die Figuren gegenseitig halfen, ohne es zu bemerken. Der Eine ist der Anderen eine Stütze und umgedreht.
Peter hat mich mit seinem Vorhaben zurück zu Pax zu gelangen sehr beeindruckt. Er lässt sich von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen und kämpft wie ein Löwe um seinen Fuchs. Dabei entwickelt er ungeahnte Kräfte, von denen manche Menschen nur träumen.
Neben der rührenden Geschichte schwebt stets der Krieg wie ein Damoklesschwert über allem. Was aufgrund dessen geschieht und wie sich dies alles auf die Figuren auswirkt verrate ich natürlich nicht. Das Ende dieses wundervollen Buches brachte mich -erneut- zum Weinen. Es dauerte lange, bis ich überhaupt in der Lage war, ein anderes Buch beginnen zu können.


In Kürze:

Positiv
Flüssiger Schreibstil.
Kindgerecht erzählte Geschichte.
Man sympathisiert gleichermaßen mit Peter, Pax und allen Nebenfiguren.
Es ist spannend zu lesen.
Der Roman rührt zu Tränen und
stimmt nachdenklich.
Die Gefühlswelt der Füchse ist wundervoll dargestellt.
Die Thematik ist sehr interessant und wurde gut umgesetzt.
Das Ende, sowie der gesamte Roman hallt noch sehr lange nach.

Negativ 
Nichts!


Fazit:

Für "Mein Freund Pax" spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus. Es ist toll geschrieben, rührt zu Tränen und punktet zudem auch noch mit hinreißenden Figuren, die man allesamt ins Herz schließt. Dieses Buch wird Kinder, wie Erwachsene gleichermaßen begeistern. Es muss einfach von jedem gelesen werden!




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Habt einen wundervollen Tag, ihr Lieben. ♥


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