Spieletipp
Sebastian Fitzek - Safe House

09 Januar 2018 |



Ihr Lieben, ♥

als echter Fitzek-, und Spielefan musste dieses Spiel einfach bei uns zu Hause einziehen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft wir es schon gespielt haben, es macht nämlich sehr viel Spaß. Die Besonderheit bei "Safe House" ist, dass man nicht gegeneinander, sondern miteinander gegen den Täter spielt. Es ist also Teamwork gefordert, was sich manchmal als sehr schwierig herausstellt. Warum? Das werde ich euch gleich noch näher erläutern.


Worum geht es in diesem Spiel eigentlich?
Dies erklärt der Schriftzug auf dem Spielplan schon ziemlich genau. Ihr habt ein Verbrechen gesehen, der Täter hat euch gesehen und will auch nun natürlich zur Strecke bringen, damit ihr nicht ausplaudern könnt, was geschehen ist. Es beginnt ein spannender, nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit, die euch spürbar und auch hörbar im Nacken brennt. Euch bleiben ganz genau 30 Minuten. Nicht mehr und nicht weniger.




Vorbereitung:

Zuerst geht es darum die sogenannten "Kapitelkarten" zu ordnen und auf den angewiesenen Platz auf dem Spielfeld zu legen. Großartigerweise handelt es sich bei dem Spielbrett um ein Buch. Ein Stapel Kapitelkarten ist also für das jeweilige Kapitel zuständig. Die Reihenfolge der einzelnen Kapitel lautet:
1. Hotelzimmer;
2. Hafen;
3. Stadt;
4. Wald;
5. Safe House.
Anschließend geht es daran die "Fluchtkarten" zu mischen und je nach Spieleranzahl "Verfolgerkarten" unterzumischen. Der Sinn dieser Karten erklärt sich von selbst, wie ich finde: Fluchtkarten helfen den Spielern zu entkommen, Verfolgerkarten sorgen dafür, dass der Täter immer näher zu uns kommt. Wie genau, das zeige ich euch gleich.

Der Code bei der Pistole sorgt dafür, dass ihr das Spiel mit einer ziemlich düsteren, passenden Musik spielen könnt und alle zwei Minuten ein gemeines Signal ertönt, damit ihr gleich erkennt, dass der Verfolger einen Schritt weitergehen darf. Zusätzlich dazu treibt Sebastian Fitzek die Spieler auch noch an, a la "Ihr habt nur noch 15 Minuten Zeit." Nicht, dass das stressen würde, oder so... ;)
Als Alternative kann man sich aber auch die Sanduhr zum Runterzählen nehmen, wo allerdings im Eifer des Gefechtes gerne mal vergessen wird, die Uhr auch wirklich wieder umdrehen.

Je nach Schwierigkeit habt ihr die Möglichkeit "nur" zu entkommen, oder gleichzeitig auch noch den Fall zu lösen. Diese Chips könnten am Ende den Mord aufklären. Um diesen jedoch zu lösen, braucht es jede Menge Nerven und eine wirklich gute Zusammenarbeit. Bevor das Spiel beginnt, sind alle Chips mit der weißen Seite nach oben zu platzieren. Im Laufe des Spiels kann man, wenn man möchte, während seines Zuges ein oder mehrere Chips davon umdrehen und damit der Lösung einen Schritt weiter kommen.



Spielablauf

Jede Kapitelkarte zeigt euch, was ihr machen müsst und wie viele Felder ihr als Belohnung vorrücken dürft, wenn ihr sie denn erfüllt habt. Unten im "Safe House" steht, dass ihr je zwei gelbe und rote Karten benötigt um drei Schritte vorzugehen. Wie ihr diese Karten legt ist bis auf eine Ausnahme egal: Sie müssen von der kleinsten, bis zur größten gelegt werden. Also so, wie ich es euch unten abgelichtet habe. Es ist nicht möglich erst die 15 und dann die 6 zu legen. Wenn ihr die Aufgabe erfüllt habt, kommen die Fluchtkarten auf den linken Stapel (da liegt gerade eine blaue Hafenkarte) und die Kapitelkarten legen wir immer an die Seite. Sie darf nicht ein zweites Mal gespielt werden.
Jeder Spieler ist reihum an der Reihe. Dieser muss immer eine Sache erledigen. Sei es eine Kapitelkarte ausspielen, oder Fluchtkarten an eine beliebige Kapitelkarte anlegen. Je nach Schwierigkeit hat er auch die Möglichkeit eine Fluchtkarte dazu zu benutzen, um die Chips, die für die Auflösung des Falls zuständig sind, umzudrehen. Diese dürfen jedoch, im Gegenteil zu den normalen Fluchtkarten nur von der größten bis zur kleinsten Karte gelegt werden. Ihr fangt also an mit der 15 und macht dann mit kleineren Karten weiter. Liegt irgendwann die Eins und ihr wollt eine größere hinlegen, könnt ihr das getrost machen, müsst allerdings in Kauf nehmen, dass der Verfolger als Strafe einen Schritt nach vorne geht.
Auf den Fluchtkarten unten sehr ihr, dass ganz unten immer Bilder abgedruckt sind. Dabei handelt es sich um die Chips. Die größeren Karten haben drei davon, die mittleren zwei und die niedrigen eine. Es empfiehlt sich also, sich erstmal mit den größeren Karten zu beschäftigen, damit möglichst schon mal viele Chips umgedreht werden können, bevor man sich anschließend an die Feinarbeiten macht. Hierbei sollte aber nicht vergessen werden, dass trotz dieser Ermittlungen der Verfolger natürlich immer noch hinter einem her ist.

Rechts unten seht ihr die Verfolgerkarten. Diese sind im Stapel der Fluchtkarten enthalten und zeigen euch, um wie viele Schritte euch der Täter weiter verfolgen darf. Jene, auf denen keine Zahl steht bedeuten, dass der Verfolger so viele Schritte gehen darf, wie Kapitelkarten auf dem Tisch ausgelegt sind. Wie ihr seht: Auch dort ist Vorsicht geboten, denn je mehr offene Karten, umso größer die Gefahr, dass ihr schon bei einer einzigen solchen Karte gefasst werden könnt und das Spiel somit nicht mal die 30 Minuten angedauert hat.

Das Safe House wartet auf euch. Das Spielbrett ist einfach der Wahnsinn. Bedauerlicherweise hält es nicht so gut, wenn es ausgeklappt ist. Ich hoffe jedoch, dass sich das bei weiterer Benutzung noch einspielen wird.
Übrigens: Wenn ihr auf einem Feld steht, in dem der schwarze Mann abgebildet ist, wie hier unten rechts zu sehen, dann geht der Verfolger noch mal einen Schritt weiter.

So könnte der gelöste Fall am Ende des Spieles aussehen. Insofern ihr es in der vorgegeben Zeit ins Safe House geschafft habt. Wenn nicht, ist es egal, dass ihr den Fall gelöst habt. Der Täter hat euch geschnappt und ihr habt das Spiel verloren. Andersherum genauso: Ihr seid im Safe House angekommen? Schön! Aber ihr habt den Fall nicht gelöst? Dann habt ihr trotzdem verloren.



Fazit

"Safe House" macht übelst viel Spaß, weil es immer wieder anders ist. Mal ist der Fall so gelöst, und mal ganz anders. Mal wird man schon nach zehn Minuten geschnappt, mal braucht es eigentlich nur noch zwei Minuten um ins Safe House zu kommen, doch trotzdem hat man verloren. Ich hasse es zu verlieren. Schon von klein auf habe ich immer viel lieber gewonnen und bin ab und zu auch richtig grantig geworden, wenn ein Spiel verloren ging. Bei "Safe House" ist es nicht anders. Das "Problem" hier ist allerdings, dass man es eben nicht alleine in der Hand hat, sondern von den Mitspielern sozusagen abhängig ist. Wenn dann einer dazwischen ist, der sich ewig viel Zeit lässt, hier überlegt und da nicht weiß, was er machen soll, dann wird der Ton auch mal ein bisschen schärfer. 

"Es ist ja nicht so, dass wir potenziell unter Zeitdruck stehen würden..." *trööööt*

Ich habe miterlebt, wie wir in einer Gruppe dieses Spiel ausgepackt haben und je näher es dem Ende zuging, je weiter der Verfolger uns auf den Fersen war, der Ton allgemein ruppiger geworden ist. Das Herz fängt an schneller zu schlagen, weil man so drin ist in der Materie, dass es einem glatt vorkommt, als würde man wirklich vor einem Täter weglaufen. Als wäre diese Tatsache nicht schon anstrengend genug, kommt dann auch noch alle zwei Minuten der Signalton, dass der Täter vorgezogen werden soll und der Fitzek muss natürlich auch noch anfangen zu hetzen... ;) 

"Safe House" ist ein schnelles, spannendes Spiel, das richtig viel Spaß macht, wozu man allerdings auch ein bisschen Geduld braucht, taktisch denken, sowie logisch handeln muss. Ich empfehle eindeutig das Spiel erstmal ein paar Mal auf der leichten Stufe, also ohne Ermittlung zu spielen, damit man sich einspielen kann. Anschließend kann man es immer noch wagen, die Ermittlungen aufzunehmen.


Was meint ihr? Habt ihr Lust auf das Spiel bekommen?
Oder habt ihr es vielleicht schon zu Hause?
Wie gefällt es euch?




Habt einen wundervollen Tag, ihr Lieben. ♥


2 Zitate

  1. Huhu :D,

    ich bin ja so schrecklich um Weihnachten um dieses Spiel herumgeschlichen, wusste aber nie so wirklich richtig ob es mir gefallen könnte, und dann klang das wenn einige da erzählt haben schone twas seltsam wirr. Daher bin ich dir ziemlich dankbar, das du so eine tolle Erklärung geschrieben hast :) Nun ziehe ichs mal wieder näher zu mir und schleiche weiter bis ich mir sicher bin :D Gerade das man eigentlich nur im Team gewinnen kann, finde ich als Idee spannend.

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Ich muss sagen, liebe Ruby, dass ich die Spielanleitung am Anfang auch überhaupt nicht verstanden habe. Die ist leider etwas wirr geschrieben - Wenn man den "Dreh dann erstmal raus hat", ist es dann ein wirklich süchtig machendes Spiel. Schlag ruhig zu, es ist echt toll, gerade, weil es mal etwas völlig Neues ist.
      Alles Liebe
      Kitty ♥

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Hi! :)
Schön das du hier gelandet bist! Ich bin für Lob und Kritik sehr dankbar und freue mich über jeden einzelnen Kommentar.
Meine Antwort findest du gleich unter deinem Eintrag.

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Vielen Dank, dass du bei mir warst. Ich hoffe, wir sehen uns wieder. :)